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Segeberg Grundwasser-Schutz: Strabag muss Mess-Stellen sanieren
Lokales Segeberg Grundwasser-Schutz: Strabag muss Mess-Stellen sanieren
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20:22 27.02.2016
Auf den ersten Blick ist nicht viel von den Mess-Stellen zu sehen: Anlieger Gerhard Jacobs zeigt eines der überirdischen Schutzrohre. * Quelle: sas

Wird demnächst auf dem Gelände der Lebatzer Kiesgruben gebaut? Wenn es mit rechten Dingen zugeht, müsste der Eigentümer, der Strabag-Konzern, dort in Kürze tätig werden. Aber es besteht kein Grund zur Besorgnis für die Anlieger und die Mitglieder des Vereins Deponiestopp Ahrensbök. Die Arbeiten haben nichts mit dem Baubeginn für die geplante, aber zurzeit offenbar auf Eis gelegte Bauschuttdeponie zu tun. Vielmehr müssen bis Ende April vier sogenannte Grundwassermessstellen beseitigt oder saniert werden.

Die Strabag, Mutter-Konzern der ehemaligen Firma Becker-Bau Bornhöved, ist vom Kreis Ostholstein dazu verpflichtet worden, die Mess-Stellen zu beseitigen oder zu sanieren. Für die Sanierung oder den Rückbau ist eine Frist bis zum 30. April dieses Jahres gesetzt worden, teilte der Kreis auf Anfrage mit. Der ebenfalls geforderte Sanierungs- und Rückbauplan werde zurzeit erarbeitet, hieß es weiter.

Gegen die Anweisung der Kreiswasserbehörde, die Mess-Stellen zu beseitigen oder zu sanieren, hatte der Konzern geklagt, war vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig aber unterlegen. Den Richtern war der Schutz des Grundwassers wichtig, wie sie in der Urteilsbegründung ausführen. Weil die abstrakte Gefahr besteht, dass durch die schadhaften Mess-Stellen Oberflächenwasser ins tiefe Grundwasser fließt, ist der Kreis mit seiner Anordnung nach Auffassung des Gerichts im Recht. „Der Schutz des Grundwassers ist ein überragend wichtiges Allgemeinwohlgut“, heißt es in der Urteilsbegründung. Die Anordnung sei vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden, auch wenn die finanziellen Auswirkungen für die Strabag beträchtlich sein mögen, stellte die 6. Kammer nach mündlicher Verhandlung fest.

Seit Jahren kämpfen die Gemeinde und die Bürgerinitiative Deponiestopp Ahrensbök gegen die in den Lebatzer Kiesgruben geplante Bauschuttdeponie. Gerade erst hat die Gemeinde beim Kreis beantragt, die mittlerweile von der Natur zurückeroberten Kiesgruben unter Schutz zu stellen. Die zum Strabag-Konzern gehörende Firma Becker-Bau wollte ursprünglich im Frühsommer 2011 beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume den Genehmigungsantrag für die Deponie stellen. Daraus wurde nichts. Seither ist von der Strabag nichts mehr in Sachen Deponie zu hören.

sas

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