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Gut gefuttert – Galloways ziehen aus der Kieskuhle aus

Trappenkamp Gut gefuttert – Galloways ziehen aus der Kieskuhle aus

Trappenkamper Fläche mit seltenen Amphibien ist bis Oktober frei für Spaziergänger.

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In der Trappenkamper Kuhle leben viele Kröten und Echsen – darunter auch seltene Arten.

Quelle: Fotos: Nam

Trappenkamp. Schon am Eingang der renaturierten Kieskuhle am alten Kalksandsteinwerk kann Björn Schulz die gute Arbeit von „Annika“, „Birdie“ und „Bernice“ sehen. Die schnell wachsenden Brombeersträucher haben die Gallowaydamen auf ihrer Zaunseite nicht zugelassen. „Ein gutes Zeichen“, findet der Mann von der Stiftung Naturschutz, die die fünf Hektar große Fläche gepachtet hat. Denn hier leben unter anderem seltene Kröten- und Echsenarten – aber nur, solange die sandigen Böden nicht überwuchert werden von jungen Pappeln und Birken. Nun sind vier Wochen um, und die Tiere sollen wieder nach Hause auf den Hof von Lars Lorenzen in Daldorf. Das heißt auch: „Die Fläche wird wieder freigegeben für Spaziergänger.“

LN-Bild

Trappenkamper Fläche mit seltenen Amphibien ist bis Oktober frei für Spaziergänger.

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Das Hinweisschild über die Beweidung der Fläche haben einige Menschen ignoriert und die eingezäunte Kieskuhle trotz der Rinder betreten. „Eigentlich ist das kein Problem“, sagt Schulz, „wenn sich die Leute benehmen.“ Doch bei seinen täglichen Besuchen bei den Tieren hat Galloway-Züchter Lorenzen immer wieder Müll gefunden. „Tagtäglich Zigaretten, auch mal eine Sektflasche.“ Dazu Feuerstellen und Verpackungen. „Richtig gefährlich kann es für die Tiere werden, wenn Plastik liegen gelassen wird“, versucht Schulz zu sensibilisieren. Denn die „Mäharbeiten“ der schottischen Robustrinder helfen nicht nur den Kröten und Echsen: „Wenn hier alles zuwuchert, kann man hier irgendwann auch nicht mehr durchlaufen.“

Jahrelang hatten sich ehrenamtliche Helfer des BUND um die Kieskuhle und den Artenschutz gekümmert, hatten Büsche und Teiche immer wieder von Hand ausgelichtet. Bis dies nicht mehr möglich war. Im Winter hatte die Stiftung das Gelände großflächig umgestaltet, Gehölze abgenommen und mehrere flache Teiche angelegt.

Beim Rundgang über das Gelände – von den Galloway-Damen ist noch nichts zu sehen – ist Schulz sehr zufrieden. Die Tiere haben gut gefressen und Gehölze niedergetreten. Aber auch nicht zu viel, wie etwa die kleinen gelben Blüten des Mauerpfeffers beweisen. An einem Teich quakt ein Frosch, im Wasser schwimmen Larven der Erdkröte. „Hier baden die Rinder gern, wenn es heiß ist“, hat Lorenzen beobachtet. Und tatsächlich: Im Teich auf der anderen Seite eines kleinen Wäldchens steht „Birdie“, ein blondes Galloway, knietief im Wasser. Als Lorenzen auftaucht, läuft ihm das Muttertier gemächlich entgegen. Zwei Pfiffe später kommen auch „Annika“ und „Bernice“ aus dem Unterholz. Die hochträchtigen Rinder sollen zurück nach Daldorf. In einem Monat etwa werden sie kalben. Im Oktober bringt Lorenzen dann andere Galloways zur Beweidung in die Kieskuhle. Dann ein paar mehr Tiere, denn hier hinten auf dem Gelände sind doch einige unliebsame Pappeltriebe stehen geblieben.

Artenschutz mit Rindern

In der renaturierten Kieskuhle Trappenkamp haben sich unter anderem seltene Zauneidechsen, Kreuz- und Knoblauchkröten angesiedelt. Björn Schulz von der Stiftung Naturschutz berichtet, dass ein Kollege vor einigen Wochen hier 100 Rufer der Knoblauchkröte gezählt habe. Um diese Arten zu erhalten, sind flache Gewässer und sandige Böden mit wenig Bewuchs notwendig. Damit Flächen wie diese offen bleiben, setzt die Stiftung häufig Galloways zur Beweidung ein.

Nadine Materne

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