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Segeberg Gutachter für Skateranlage Marienstraße
Lokales Segeberg Gutachter für Skateranlage Marienstraße
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10:37 22.06.2017
Die Tennisplätze an der Marienstraße (rot umrandet) könnten nach erster Beurteilung als Standort für eine Skateranlage infrage kommen. Quelle: Foto: Wilkening
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Bad Segeberg

Nach unzähligen negativen Gutachten, nach reichlich vergeblichen Anläufen über Jahre hinweg für eine Skateranlage in Bad Segeberg gehen jetzt die Mundwinkel des Sozialausschussvorsitzenden Jens Lichte (SPD) endlich nach oben. Denn das jüngst von der Stadt beauftragte Gutachterbüro, der Sachverständigen-Ring GmbH aus Bad Schwartau, hat bei der schalltechnischen Überprüfung der Realisierbarkeit einer Skateranlage zumindest in einem Fall den Daumen gehoben.

Als mögliche Standorte wurden zwei Flächen in der Eutiner Straße und Marienstraße überprüft. Beim Standort 1, zurzeit als Beachvolleyballplatz nahe an der Tennisanlage genutzt, stellten die Gutachter eine Wohnung in einem Abstand von nur 30 Metern fest, damit war dieser Vorschlag „schon gestorben“.

Am zweiten Standort – hier handelt es sich um kaum noch genutzte Tennisplätze – werden die Immissionrichtwerte laut Gutachter zur Tageszeit ohne Berücksichtigung der Vorbelastung durch die weiteren Sportanlagen außerhalb der Ruhezeiten unterschritten. Über den entscheidenden Satz des Gutachters freute sich Lichte besonders: „Der Standort 2 könnte als möglicher Standort der Skateranlage näher untersucht werden.“ Endlich Hoffnung nach so vielen vergeblichen Versuchen, einen Platz zu finden.

Der Gutachter empfiehlt der Stadt aber auch, eine Betreuung der Skateranlage einzuleiten, um eine Nutzung vor zehn Uhr und nach 22 Uhr zu unterbinden. Es könne ja auch die Verwendung neuer, schallgedämmter Skaterelemente überprüft werden, um die Geräuschentwicklung zu reduzieren, schlägt er vor. Als Beschlussvorschlag liegt jetzt den Ausschussmitgliedern vor, mit dem Männerturnverein (MTV) in Bad Segeberg über eine Betreuung der Skateranlage zu verhandeln. Laut Jens Lichte sollte hier unbedingt jemand ein Auge auf eine neue Anlage haben. Immerhin ist das Gelände schon jetzt eingezäunt und könnte für die Nachtstunden abgeriegelt werden. Für Lichte wäre eine Skateranlage an der Stelle auch eine mögliche Belebung der nahen Gaststätte „Unschlag-Bar“. Auch die in den Lübecker Nachrichten schon vorgestellte Idee auf der anderen Seite, an der Eutiner Straße, eine Kletterhalle nahe der Tennishalle zu bauen, sei nicht aus der Welt.

Lichte hofft nun, dass die Gutachter-Bewertungen auch von den anderen Fraktionen positiv bewertet werden. Am kommenden Dienstag, 27. Juni, 18.30 Uhr im Bürgersaal kann hierzu debattiert werden.

Vorschläge liegen auf dem Tisch. Die Verwaltung wird demnach beauftragt, nicht nur mit dem MTV über eine Skater-Betreuung zu verhandeln, auch die Lärmvorbelastung der angrenzenden Sportanlage solle noch überprüft werden. Nicht zuletzt sollen Maßnahmen zur Lärmminderung ermittelt werden.

Lichte verliert aber auch nicht aus dem Blick, dass sich Anlieger an der Rennkoppel schon im Vorfeld kritisch zu den Skaterbahn-Plänen geäußert haben. Die haben mit dem Reitsport, Tennis, Jahrmarkt, Zirkus und anderen Geräuschbelästigungen schon jetzt gut zu tun.

Wolfgang Glombik

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