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Segeberg Hähnchenmast Untiedt in Gönnebek will vergrößern
Lokales Segeberg Hähnchenmast Untiedt in Gönnebek will vergrößern
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21:19 23.05.2016

Die Untiedt GbR in Gönnebek soll für ihren Hähnchenmastzweig Entwicklungsmöglichkeiten bekommen. Knapp 80000 Hühner werden bereits in zwei Ställen an der Straße Faldehörn im Außenbereich der Gemeinde gehalten. Für eine Verdopplung der Kapazitäten in der Zukunft und den Bau von zwei weiteren Ställen muss das Areal als „Sondergebiet Tierhaltung“

ausgewiesen werden. Dazu fasste die Gemeindevertretung die notwendigen Aufstellungsbeschlüsse für eine Änderung des Flächenplanes sowie für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan – einstimmig, so Bürgermeister Knut Hamann. Christoph Untiedt, selbst Gemeindevertreter und Mitglied der einzigen Wählergemeinschaft im Ort, durfte wegen Befangenheit an der Abstimmung nicht teilnehmen.

Erst im vergangenen Jahr errichteten Landwirt Andreas Untiedt und dessen Sohn Christoph einen zweiten Hähnchenstall für 40000 Tiere. Eine erneute Erweiterung lässt das Baugesetz auf bisheriger Grundlage nicht zu, da das Vorhaben nicht mehr privilegiert zulässig ist im Außenbereich. Wie auch die von Untiedts eingeschaltete Kanzlei in ihrem Antrag auf Bauleitplanung an die Gemeinde schreibt, wird die angestrebte Erweiterung des Tierhaltungsbetriebes eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach sich ziehen, was einen Bebauungsplan unumgänglich macht. Die Planungskosten dafür übernimmt die Firma Untiedt.

Einen Zeitplan für den Bau der zwei neuen Ställe gibt es laut Christoph Untiedt bisher nicht: „Von einem Stall ist bisher nicht die Rede, sondern von einem Bauleitplan für ein Sondergebiet Tierhaltung.“ Das Gebiet soll aber für eine Verdopplung ausreichend sein, so ist es auch in den Antragsunterlagen für das Verfahren vermerkt. Der Schritt sei wichtig für die Zukunftsfähigkeit des Betriebes, so Untiedt, der den Hof von seinem Vater übernehmen wird.

Große Diskussionen um die Erweiterung der Hähnchenmast erwartet Gönnebeks Bürgermeister Hamann nicht. Die Anlage liege im Außenbereich, kilometerweit entfernt vom Ortskern. Die Öffentlichkeit wird aber noch Gelegenheit bekommen, sich zum Verfahren zu äußern, das sich ganz am Anfang befindet. Steht dann der erste Planungsentwurf, folgt eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger der öffentlichen Belange. Dann müssen die Untiedts auch erklären, bis wann das Vorhaben realisiert werden soll.

nam

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