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Segeberg Hallmann-Schule braucht viel mehr Platz
Lokales Segeberg Hallmann-Schule braucht viel mehr Platz
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20:24 17.05.2017
„Wir benutzen Räume der Grundschule mit.Renate Holfter, Schulleiterin

Eigentlich ist es eine gute Nachricht: Mit 820 Schülern ist die Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp sehr gut besucht und beliebt. Das Problem: „Die Schule wurde ursprünglich für 600 bis 650 Schüler gebaut“, sagt Leiterin Renate Holfter. Seit Jahren wird über eine Erweiterung der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe geredet. Die Mensa ist zu klein, es fehlen Klassenräume. Nun will die Gemeinde als Schulträger die Erweiterung angehen. Der Bauausschuss berät heute (19.30 Uhr, Bürgersaal) die Ausschreibung der Architektenleistung.

Die Schule ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. „In der Sekundarstufe I sind wir vierzügig, in der Sek II dreizügig“, berichtet die Schulleiterin. Ausgelegt gewesen sei die Schule aber lediglich für drei Parallelklassen in der Sek I und zwei in der Sek II. Um die vielen Schüler zu unterrichten, musste man zusammenrücken. Die ohnehin nur sporadisch vorhandenen Gruppenräume würden längst als Klassenräume genutzt, sagt Holfter. Was wiederum dazu führt, dass es an Platz für Gruppenarbeit fehlt. „Das machen wir auf dem Flur.“

Der älteste Gebäudeteil – der Block direkt am Schulparkplatz – ist aus den 60-er Jahren. Damals wurde anders unterrichtet. „Heute haben wir I-Klassen in allen Jahrgängen.“ Raum für binnendifferenzierten Unterricht sei unerlässlich – aber kaum vorhanden. Auch für Arbeit an Tischgruppen – wie heute üblich – sei in den beengten Verhältnissen kaum möglich. „Wir benutzen inzwischen sogar Räume der Grundschule mit“, sagt Holfter. Allein um diese zu entlasten, bräuchte die Gemeinschaftsschule drei bis vier extra Klassenräume.

Auch die Mensa sei viel zu klein – ebenfalls ein Grund, warum Schulveranstaltungen meist in der Turnhalle stattfinden, sagt Holfter. „Gedrängt bekommt man 180 Leute in die Mensa rein, zum Essen reicht das aber nicht.“ Eine Erweiterung zum Innenhof scheint hier möglich zu sein.

Der Verwaltungstrakt in der Mitte des verzweigten Schulgebäudes sei ebenfalls zu klein, so die Schulleiterin. Die Lehrer bräuchten dringend Arbeitsplätze. Hier wäre eventuell eine Gebäudeaufstockung möglich, heißt es in der Sitzungsvorlage. Denn auch das alte Flachdach müsse saniert werden.

Weitere Klassenräume seien durch Umbauarbeiten im Gebäude der alten Klaus-Groth-Schule denkbar, die derzeit kaum genutzt werden können, meint Holfter. Eventuell sei auch eine Erweiterung bei einem Neubau des ältesten Gebäudetrakts am Parkplatz möglich. „Aber ich bin kein Architekt.“ Renate Holfter will die Entwürfe des Architekten abwarten.

Der alte Gebäudetrakt aus den 60ern ist marode, die Energiebilanz schlecht, die Räume zu klein, die Gänge zu schmal – auch in Bezug auf Fluchtwege. Neubau oder Sanierung? Auch das muss durchgerechnet werden. „Wir müssen da jetzt ran“, sagt Bürgermeister Harald Krille (SPD). Ein Architekt werde nach der Vergabe wahrscheinlich mehrere Ausbauvarianten vorstellen. Billig wird das nicht, weiß Krille, doch er hofft, dass die Gemeindevertreter den Weg mitgehen werden. Die Schule sei wichtig für die wachsende Gemeinde. Außerdem besuchten auch viele Auswärtige die Schule. Kürzlich erst wurden die Schulbusverbindungen Richtung Seedorf verbessert.

Nadine Materne

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