Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 0 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Hamburger Speckgürtel will in der Champions-League spielen

Kaltenkirchen Hamburger Speckgürtel will in der Champions-League spielen

Wirtschaftsrat der CDU lud zu einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde nach Kaltenkirchen ein, die sich mit dem Stand der Verkehrsprojekte rund um Hamburg beschäftigte.

Voriger Artikel
Rettungseinsatz auf Kaufland-Parkplatz
Nächster Artikel
Spart Zeit und Geld: Stadt baut Flüchtlingsheim ohne B-Plan

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) besichtigt in Kaltenkirchen das Logistikzentrum des Staplerherstellers Jungheinrich.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kaltenkirchen. Wie gut ist die Metropolregion Hamburg wirtschaftlich und verkehrstechnisch aufgestellt, fragte der CDU-Wirtschaftsrat bei einer Podiumsdiskussion, die mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hochkarätig besetzt war. Eingeladen hatte Christian Sowada, Segeberger Sektionssprecher des Wirtschaftsrates, in das nagelneue Ersatzteilwerk des Norderstedter Gabelstapler-Herstellers Jungheinrich, wo 70000 Ersatzteile gelagert sind, wie Vorstand Klaus-Dieter Rosenbach den 100

Gästen aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik erklärte.

Dann ging es ins Eingemachte. „Wie schafft die Metropolregion den Sprung in die Champions League“, wollte Gastgeber Sowada von den beiden Regierungschefs wissen. Dabei hakte er die aktuellen Verkehrsprojekte, wie den Ausbau der A 7, den geplanten Weiterbau der A 20, die Verschlickung des Hamburger Hafens und den Bau der S4 nach Stormarn thematisch ab. Dabei zeigte sich, dass Scholz und Albig offenbar auf einer Wellenlänge sind. Nicht einmal beim früheren Reizthema Hafenschlick ließen sich die Länderchefs auseinanderdividieren. „Wir streben eine baldige langfristige Lösung an“, sagten beide unisono.

Der sechs- bis achtspurige Ausbau der A 7 mit den drei Tunnelbauten in Schnelsen, Stellingen und Bahrenfeld, der größten Baustelle Norddeutschlands, wie Albig befand, laufe weitgehend problemlos, mussten auch die befragten Unternehmer zugeben. „Wir haben aus den Fehlern beim Ausbau der A 1 gelernt“, sagte Albig. Die Fahrbahnen seien breiter angelegt, es gebe kaum Staus und Unfälle. „Diese Investition ist notwendig“, ergänzte Scholz. Wer über die vielen Baustellen schimpfe, müsse sich im Klaren sein, dass nur so die marode Infrastruktur saniert werden könnte.

Beim Thema A 20, deren Weiterbau ja zurzeit stockt, holte Albig etwas weiter aus. Die Landesregierung habe vor dem Bundesverwaltungsgericht verloren, weil es keine alternativen Trassenführungen bei Bad Segeberg geprüft habe. Darum wolle das Land jetzt mit aller Sorgfalt auch den Weiterbau bis zur Elbe planen, wo ja ein Adlerhorst am Wege liege. „Wir alle in der Landesregierung wollen die A 20 lieber heute als morgen, müssen aber auch die Naturgüter beachten. Aber wir werden für jeden einzelnen Abschnitt von der Bürgergesellschaft beklagt.“ Wenn diese Hausaufgaben erledigt seien, werde es auch schnell mit der A 20 weitergehen, versprach Albig.

Deutschland sei heute eine umweltbewusstere und kritischer eingestellte Gesellschaft geworden, was industrielle Großprojekte angehe, führte der Ministerpräsident aus. „Da wird aber oft pharisäerhaft diskutiert.“ Oft seien es die selben Leute, die morgens auf der Autobahn schnell zur Arbeit führen und abends bei der Bürgerinitiative vor Ort sich gegen das Teilstück vor ihrer Haustür aussprächen.

Vielleicht müsse es darüber mal eine eingehende Diskussion in der gesamten Gesellschaft geben, welche Großprojekte sie denn noch wolle und wie diese umgesetzt werden sollten, damit diese meist zeitverzögernde Klagebereitschaft aufhöre.

Ein Vorschlag, den Hamburgs Staatsrat a.D. Gunter Bonz für sehr gut befand. „Wir wollen ja nicht zurück ins Kaiserreich oder chinesische Verhältnisse hier haben.“ Aber die Frage müsse erlaubt sein, warum manches bei uns vergleichsweise so lange dauere, mahnte er an und griff die Eingangsfrage des Wirtschaftsrates auf: „Wenn wir eine Region sein wollen, die in der Champions-League spielt, müssen wir Lust auf die Zukunft haben und dürfen kein Volk von Bedenkenträgern sein.“

„Haben aus den Fehlern bei der A 1 gelernt.“
Torsten Albig (SPD)

Burkhard Fuchs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Segeberg
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. An dieser Stelle finden Sie die Galerie für den April 2017.

Wie wollen wir wohnen, wenn wir einmal älter geworden sind? WG, ein Zimmer bei den Kindern, Servicewohnen, Seniorenheim? Die LN haben sich verschiedene Modelle im Kreis Segeberg angesehen. Zum Auftakt haben wir mit Experten gesprochen und Segeberger nach ihren Vorstellungen gefragt.

Wie wollen wir wohnen, wenn wir einmal älter geworden sind? WG, ein Zimmer bei den Kindern, Servicewohnen, Seniorenheim? Die LN haben sich verschiedene Modelle im Kreis Segeberg angesehen. Zum Auftakt haben wir mit Experten gesprochen und Segeberger nach ihren Vorstellungen gefragt. mehr

  • Lifestyle
    Unser Lifestyle-Portal

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

  • Hochzeitszauber

    Alles zum Planen Ihrer Hochzeit - Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwoch... mehr

  • Events & Veranstaltungen

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Reisetipps
    Unser Reiseportal

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und mehr in Lübeck und Umgebung.

Karl-May-Spiele

Nachrichten zu den Karl-May-Spiele am Kalkberg in Bad Segeberg.

Kinokritik

Kurz und knapp erklärt, ob sich ein neuer Film lohnt oder nicht.