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Segeberg Hannelore Dills Neuer: „Diesmal ohne Mord“
Lokales Segeberg Hannelore Dills Neuer: „Diesmal ohne Mord“
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20:25 12.04.2016
Hannelore Dill hat einen neuen Roman geschrieben, ihren tatsächlich 19.: „Nathalie: Eine Wintergeschichte“ heißt das Buch. Quelle: Kullack

Es war auf einer Lesung im „Ehrgarten“ in Quaal. Das sei ja alles ganz gut und schön und spannend, bedeuteten die Zuhörer der Weeder Autorin Hannelore Dill. Aber trotzdem sei die Szenerie im gerade Gelesenen doch recht düster: „Haben Sie nicht mal etwas Heiteres?, war die Frage, und das habe ich mir zu Herzen genommen“, sagt Hannelore Dill. Fertig ist ihr neuer Roman: „Nathalie: Eine Wintergeschichte“, heißt das Buch. „Und dieses Mal ist nicht ‘mal ein Mord dabei“, sagt die Autorin.

Hannelore Dill: „Nathalie: Eine Wintergeschichte“; 465 Seiten; 6,99 als Taschen- und E-Book; Aavaa-Verlag Berlin; ISBN 978-3-8459-1883-9.

In der Wintergeschichte (Hannelore Dill: „Ist leider nicht ganz rechtzeitig herausgekommen“) findet die 15-jährige Nathalie ein hübsches, rot gebundenes Tagebuch. Es ist leer — lauter weiße, freie Seiten. Das Mädchen will das Buch nutzen, um ihre erste eigene Story zu schreiben — eine winterliche Liebesgeschichte. Doch unmerklich wird etwas ganz anderes daraus: Eine Geschichte über das eigene Erwachsenwerden.

„Es ist eine heiter-besinnliche Geschichte um ein junges Mädchen, das Schritt für Schritt sich selbst, die Menschen und das Leben entdeckt“, sagt Hannelore Dill. Doch die früher bei einer Segeberger Lebensberatungsstelle beschäftigte Autorin kann dann doch nicht ganz aus ihrer Haut: In fast jedem ihrer bislang 19 Romane hat sie Konflikte aufgearbeitet, von denen sie im Beruf erfuhr — natürlich anonymisiert. Sich Geschichten ausgedacht, Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben hatte Hannelore Dill bereits als kleines Mädchen. Aber ihren ersten Roman schrieb sie erst vor 14 Jahren, als sie in Rente ging und das Erlebte aufarbeiten wollte.

Auch Winter-Heldin Nathalie bleibt nicht von Schwierigkeiten verschont: Scheidung der Eltern, Trennung vom Vater, eine neue Umgebung und fremde Menschen. Selbstzweifel und Liebeskummer kommen hinzu, Nathalie begegnet sogar dem Tod. Am Ende aber kommt doch noch die erste große Liebe — und damit füllt sich das hübsche gebundene Tagebuch doch noch mit dem, was von Anfang an hätte drinstehen sollen.

Von Lothar Hermann Kullack

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