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Segeberg Hans-Dall-Straße bekommt neue Kanalisation auf die sanfte Art
Lokales Segeberg Hans-Dall-Straße bekommt neue Kanalisation auf die sanfte Art
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20:22 29.06.2013
Die Schachtdeckel in der Hans-Dall-Straße sind für das Schlauchlining-Verfahren in der Kanalisation schon markiert. Quelle: Fotos: Glombik/hfr
Wahlstedt

Erst die schlechte Nachricht: Der Zweckverband Mittelzentrum Bad Segeberg - Wahlstedt muss die Abwasserkanäle in der Hans -Dall -Straße in Wahlstedt auf fast 600 Metern sanieren. Bei der Kamerabefahrung der Kanäle seien zahlreiche Schäden an den Abwasserleitungen festgestellt worden, teilte Sascha Grimm vom Zweckverband mit. Es seien Korrosionen, Verschleiß und Undichtigkeiten durch Risse und Löcher registriert worden. Doch nun zur guten Nachricht: Zur Sanierung der Kanäle muss die Straße nicht geöffnet werden. Es geht ohne das Aufreißen der Asphaltdecke, ohne Baggerlärm und Behinderungen. Die Schmutzwasserkanäle werden ab dem 8. Juli im sogenannten Schlauchlining-Verfahren saniert. Dazu müssen aber die Kanaldeckel von parkenden Autos freigehalten werden.

Das Verfahren funktioniert so: Die Fachleute stecken einen langen Schlauch in die maroden Kanalbetonrohre. Dieser wird mit einem Band durchgezogen. Liegt der noch schlaffe Schlauch im kompletten Rohr, wird Druckluft hereingeblasen. Der Schlauch dehnt sich aus, drängt an die maroden Außenwände der alten Kanalisation. In dem Schlauch wird dann eine Art UV-„Lichterkette“ langsam durchgezogen.

Das UV-Licht setzt eine chemische Reaktion in Gang, der Glasfaserschlauch wird gehärtet. Der „Liner“ kleidet das marode alte Rohr so aus, dass dessen Dichtheit und Tragfähigkeit wieder gewährleistet ist. Das sei ein bewährtes Verfahren, betonte Sascha Grimm.

Doch ganz ohne Buddeln geht es nicht: Bei einigen Hausgrundstücken fehlten Übergabeschächte, die eingebaut werden müssen, sagte Sascha Grimm. „Wir bieten an, dass der Grundstückseigentümer nur das Material für den Übergabeschacht stellt, die Arbeiten werden dann von unserer Seite durchgeführt.“ Grimm sieht das als „faires Angebot, wir teilen uns die Kosten“. Rohrschäden auf ihren Privatgrundstücken müssen die Anlieger selbst beheben lassen. Dafür seien die Fristen „sehr moderat“. Die Anlieger müssen erst bis zum Jahr 2025 saniert haben. Grimm: „Wir geben den Anliegern Informationen, dass ihre Leitungen undicht sind, eine rechtliche Handhabe haben wir nicht.“

Vor der Aktion mit dem Schlauch-Lining werden die Leitungen unter Hochdruck gereinigt: Der Zweckverband weist daraufhin, dass es dabei in den Rohren vor den Grundstücken zu erheblichen Luftbewegungen kommt. Diese könnten dazu führen, dass Geruchsverschlüsse in den angeschlossenen Häusern „ausgeblasen werden“, wenn auf dem Grundstück kein Kontrollschacht mit einer belüfteten Abdeckung vorhanden ist.

„Wir haben Risse und Löcher entdeckt.“
Sascha Grimm, ZVM

Wolfgang Glombik

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