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Happy „Banana“: Neue Familie im Erlebniswald

Daldorf Happy „Banana“: Neue Familie im Erlebniswald

Die Liebe zum Rind hat Wildschwein „Banana“ berühmt gemacht, nun hat das Borstentier sich unter seinesgleichen gut eingelebt.

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„Was guckst du?!“ Eine Miss wird Wildschwein „Babana“ wohl nie werden, aber ein Star für kurze Zeit war sie bereits. Nun beginnt das ganz normale Leben für das knapp einjährige Tier im Erlebniswald.

Quelle: Fotos: Hiltrop (2)/dpa

Daldorf. Im Kessel mit dem Keiler kuscheln. Es sich saugut gehen lassen, vielleicht mal am Baum schubbern, in der Erde oder im Schnee wühlen: Eigentlich ist Bache „Banana“ ein ganz normales Wildschwein. Dennoch klicken etliche Kameras, haben Fernseh-Filmteams sie voll im Blick. „Banana“, der borstige Teenager, den Jäger Überläufer nennen würden, ist berühmt. Denn sie hatte bis Weihnachten so gar nichts mit ihresgleichen zu schaffen gehabt. Die gut 40 Kilo schwere Schwarzkitteldame suchte die Nähe zum Vieh. Genau gesagt zu einer Robustrinder-Herde der Rasse Limousin, der sie sich im Kreis Rendsburg-Eckernförde angeschlossen hatte. Damit ist es nun vorbei. „Banana“ hat im Erlebniswald Trappenkamp ein neues Zuhause mit Artgenossen gefunden.

Die ungleiche Liaison zwischen Wildschwein und Fleischrind amüsierte Zeitungsleser und Fernsehzuschauer in ganz Schleswig-Holstein — nur Biobauer Reese nicht so richtig. Der wollte seine Tiere einstallen und wusste nicht, was dann mit „Banana“ zu tun ist. Wurst oder Wildnis? Der Jagdpächter wollte das Tier nicht erlegen, sondern wandte sich stattdessen an den Erlebniswald Trappenkamp, erzählt Mitarbeiter Gerd Lüthje. Hier sind die etwa 60 Wildschweine der Landesforsten eine Attraktion. Zu den Schaufütterungen der fünf Rotten kämen an manchen Wochenenden Hunderte Besucher, so Lüthje.

Und so machten er, Marcel Zickermann und noch ein Erlebniswald-Kollege sich auf den Weg nach Aukrug. Der erste Fangversuch misslang. Doch beim zweiten Versuch packte Zickermann medienwirksam die Sau an den Hinterbeinen. Ein lautes Grunzen und eine Beruhigungsspritze später gelang auch das Verfrachten und der Transport reibungslos. Das war am 27. Dezember.

Nach nur einem Tag Erholung bekam „Banana“ Gesellschaft: Bache „Mathilda“ und Keiler „Heinrich“ sind wie sie im vergangenen Jahr geboren. Das struppige Trio lebt in einem eigenen Gatter und hat sich unglaublich schnell aneinander gewöhnt, sagt Lüthje. Die neugierige „Mathilda“, die schüchterne „Banana“, der vorsichtige „Heinrich“ fühlen sich ganz offensichtlich schon wie eine Familie. Und das sollen sie auch werden. „Wenn sie gesund bleibt, dann kann sie hier uralt werden“, sagt Gerd Lüthje.

Um die 14 Jahre seien die ältesten Bachen im Erlebniswald, und das sei beachtlich und etwas, das er sich auch für „Banana“ wünsche. „Sie bringt frisches Blut in unseren Bestand“, sagt er, und das sei wichtig, um der Inzucht vorzubeugen. Gleiches gilt auch für „Mathilda“. So gesehen hat die Wildsau richtig Schwein gehabt. Aber Achtung, mahnt Lüthje, der dazu beiträgt, dass das Borstentier artgerecht leben kann: „Wichtig ist, dass Besucher nicht versuchen, das Trio durch den Zaun des Gatters zu füttern: Auch wenn ,Banana‘ niedlich ist und durch die Geschichte berühmt wurde — es sind Wildtiere, und so ein Schweinebiss kann ganz schön böse ausgehen.“

Der Erlebniswald ist zurzeit montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags 11 bis 17 Uhr geöffnet.

„,Banana‘ bringt frisches Blut in den Bestand. Wenn sie gesund bleibt, dann kann sie hier uralt werden.“
Gerd Lüthje, Erlebniswald Trappenkamp

Heike Hiltrop

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