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Segeberg Harte Arbeit: Esten und Segeberger diskutieren die Zukunft ihrer Partnerschaft
Lokales Segeberg Harte Arbeit: Esten und Segeberger diskutieren die Zukunft ihrer Partnerschaft
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21:10 02.07.2013
Von Ursula Kronlage
Bad Segeberg

„Es war ein tolles Programm.“ Wenn Kreispräsident Winfried Zylka an die zurückliegenden Stunden denkt, ist er sehr zufrieden. Vier Tage lang stand die Partnerschaft zwischen den Kreisen Segeberg und Pölva im Mittelpunkt (wir berichteten). Rund 50 junge und ältere Esten waren gekommen, um das Bestehen hier zu feiern. Eröffnet wurde es am Sonntag mit einer Ausstellung im Kulturhaus Remise. Die Ausstellung ist noch bis diesen Freitag, 14 bis 17 Uhr, zu sehen.

Doch es wurde nicht nur gefeiert, gesungen und getanzt. Am Montag beschäftigten sich Kreispräsident, die beiden Landrätinnen Ulla Preede (Pölva) und Jutta Hartwieg (Segeberg) und Kommunalpolitiker beider Kreise — insgesamt 32 Personen — in der Jugendakademie mit der Zukunft ihrer Partnerschaft. Wie soll es weitergehen? Eine zentrale Frage, die in einem Workshop mit mehreren Arbeitskreisen erörtert wurde. „Es hat länger gedauert als ursprünglich gedacht“, sagte Winfried Zylka. Ein Zeichen für das große Interesse, das beide Seiten an der Entwicklung ihrer Verbindung zeigten.

Zu den Themen gehörte der künftige Austausch junger Leute wie Auszubildender, Schüler, Praktikanten und Vertreter der Wirtschaft, der kulturelle Aspekt sowie ein Erfahrungsaustausch auf verschiedenen Sektoren. Es bildeten sich die Arbeitskreise Kultur, Schule, Energie, Frauen und Gleichstellung und Wirtschaft. Für ganz wichtig hält Winfried Zylka den Aspekt „Erfahrungsaustausch“. „Gerade dafür müssen sich genügend Menschen zusammenfinden“, unterstrich der Kreispräsident. Doch er und auch andere, die bei diesem Treffen dabei waren, seien davon überzeugt, dass der Funke auf andere überspringen werde.

Winfried Zylka ist einer von jenen, die bei den Anfängen der Partnerschaft noch vor 1991 dabei waren, ebenso wie der damalige Landrat Georg Gorrissen. „Am Anfang“, sagte Zylka, „ging es um Hilfe in einer Notlage. Später halfen wir gezielt, zum Beispiel mit Medikamenten für Krankenhäuser und Arztpraxen.“ Dann entwickelten sich auch andere Begegnungen, beispielsweise trafen sich Chöre beider Kreise. Auch bei diesem Treffen wurde viel gesungen und getanzt; die Esten zeigten verschiedene Volkstänze aus ihrer Heimat.

Wann steht das nächste Treffen bevor? Zylka kann sich durchaus vorstellen, dass eine kleine Delegation im nächsten Jahr nach Pölva fährt. Eine Idee ist auch, dort ein Chorfestival zu veranstalten.

Eine weitere Veranstaltung fällt in den Juli nächsten Jahres, dann wird im Kreis Pölva ein Harmonikafestival gefeiert. Und nur einen Monat später, im August, begeht die Stadt Vöru, mit der Bad Segeberg vor zehn Jahren eine Partnerschaft eingegangen ist, ihr 230-jähriges Bestehen. Die Stadt Vöru liegt in dem gleichnamigen Kreis, etwa 30 Kilometer von Pölva entfernt.

Ursula Kronlage

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