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Hartenholmer wehren sich gegen geplante Windkraftanlagen

Hartenholm Hartenholmer wehren sich gegen geplante Windkraftanlagen

Sollte Realität werden, was Betreiber und Grundbesitzer wollen, würde der Ort von 14 Windrädern mit einer Höhe von 190 Metern regelrecht „umzingelt“ werden. Die Gemeindevertreter in Hartenholm haben einstimmig dagegen gestimmt. Zudem hat sich die  Bürgerinitiative „Gegenwind Hartenholm“ gebildet.

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Hartenholm. Nachdem bekannt geworden ist, dass zwei Firmen im Raum Hartenholm, Hasenmoor, Schmalfeld, Struvenhütten und Todesfelde insgesamt 14 Windkraftanlagen bauen wollen, regt sich vor allem in Hartenholm massiver Widerstand. In dem Ort befürchtet man, künftig von Windrädern umzingelt zu sein, wenn die Anlagen genehmigt werden sollten — genau das wollen Bürger nun verhindern.

Zumindest in Hartenholm scheint man sich einig in der Kritik zu sein. So haben die Gemeindevertreter einstimmig gegen den Bau der 14 Windräder mit Höhen von 190 Metern gestimmt. Und vor einer Woche hat sich eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Gegenwind Hartenholm“ gebildet. Die bereits 28 Mitglieder fürchten eine Allianz von rund zehn Landwirten und den Windanlagenbauern, die viel Geld machen wollten, während die allermeisten Bürger unter den Windrädern leiden würden.

Völlig unverständlich ist für Henning Vogel von der Bürgerinitiative, dass alle geplanten Windräder unmittelbar am Ortsrand von Hartenholm aufgestellt werden sollen. Wie er den LN sagte, würden die Betreiber der Anlagen in den nächsten Tagen einen Bauantrag einreichen. Zwar hat das Oberverwaltungsgericht Schleswig vor einigen Monaten die Regionalpläne des Landes für nichtig erklärt und damit de facto einen Baustopp verhängt. Es gebe aber ein Hintertürchen, nämlich auf Antrag Sondergenehmigungen durch die Kieler Landesregierung.

Für die Bürgerinitiative wird es nun allerhöchste Zeit, gegenzuhalten. Denn die Verträge zwischen den Windanlagenbauern und den Grundbesitzern seien bereits geschlossen worden. „Nun geht es nur noch um die Feinheiten des Bauantrages“, so Vogel. Der soll in den nächsten drei Wochen eingereicht werden. Vogel geht davon aus, dass sich Ministerpräsident Torsten Albig für eine Ausnahmegenehmigung stark machen werde.

Vogel und seine Mitstreiter der Bürgerinitiative „Gegenwind Hartenholm“ sind geschockt von den geringen Abständen zu Wohnsiedlungen (800 Meter) und zu Einzelgehöften (600 Meter), die Gültigkeit haben sollen: „Das ist gar nichts“, kommentiert Vogel. Denn „diese Kraftwerke werden über 190 Meter hoch, und davon sollen 14 Stück ausgerechnet am Ortsrand von Hartenholm gebaut werden, wo besonders viele Bürger wohnen — dagegen wollen wir uns wehren.“

Was die Gegner dieser Windkraftanlagen, von denen allein fünf in Todesfeldes Ortsteil Voßhöhlen aufgestellt werden sollen, auch empört: „Die Gemeinden oder die Bürgermeister haben überhaupt keine Einflussmöglichkeit. Das ist ein reines Abkommen zwischen den Bauern und den Betreibern. Wenn sie die Genehmigung der Staatskanzlei bekommen, geht das völlig an demokratischen Verfahren vorbei.“

Auf einer Einwohnerversammlung am Mittwoch, den 27. Januar, um 19.30 Uhr in der Hartenholmer Mehrzweckhalle will die Bürgerinitiative „Gegenwind Hartenholm“ jetzt viele Menschen mobilisieren. Dort soll auch eine Unterschriftensammlung gegen die Anlagen gestartet werden. Zuvor aber soll über ein geplantes Gewerbegebiet im Ort informiert werden. Ab 20 Uhr geht es dann um Windkraft. Zu der Einwohnerversammlung sind auch Vertreter der Betreiberfirma sowie die Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden eingeladen worden.

Christian Spreer

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