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Segeberg Hat der Angeklagte einen Jungen missbraucht?
Lokales Segeberg Hat der Angeklagte einen Jungen missbraucht?
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22:15 29.08.2013

Ein erneuter Fall von Kindesmissbrauch wird derzeit im Amtsgericht Bad Segeberg verhandelt. Angeklagt ist der Afghane H., der beschuldigt wird, am 22. Mai 2012 einen damals viereinhalbjährigen Jungen iranischer Herkunft zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. Sowohl der Angeklagte als auch das Opfer waren zu dem Zeitpunkt Bewohner der Asylbewerberunterkunft in Schackendorf.

Mit verschlossener Miene verfolgte der durch sein schütteres Haar älter wirkende 23-Jährige die Anklageverlesung durch Staatsanwältin Ulrike Bartscher, die ihm von einer Dolmetscherin übersetzt wurde. Ihm wird zur Last gelegt, den kleinen Jungen auf sein Zimmer gelockt und sowohl sich als auch dem Kind die Hose ausgezogen zu haben, um sein erigiertes Glied am Po des Kindes zu reiben. Als er das Kind aufgefordert hatte, sich darauf zu setzen, weigerte es sich. Daraufhin habe der Angeklagte seine sexuellen Handlungen beendet. Er habe dem Kind Schokolade gegeben und es aufgefordert, niemandem davon zu erzählen. Während der Verhandlung verweigerte H., der durch den Segeberger Rechtsanwalt Volker Sprick vertreten wird, jegliche Stellungnahme.

Während die als Nebenkläger auftretenden Eltern des Kindes in der gestrigen Sitzung nicht anwesend waren, hatte ein Zusammentreffen mit dem Anklagten früher für Emotionen gesorgt. In der ersten Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit sollen besonders beim Vater des Kindes die Emotionen hochgekommen sein. Er hatte mit der Faust gegen eine Wand im Gericht geschlagen und sich verletzt.

Während der Vater ärztlich versorgt wurde, habe M. das Gericht verlassen können, teilte dessen Rechtsanwalt mit.

Für die kommende Sitzung am 19. September um 9 Uhr hat die zuständige Richterin Silke Schneider bereits vorgesorgt und die mobile Einsatzgruppe der Justiz für das nächste Zusammentreffen von Vater und H. beordert.

pd

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