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Segeberg Haus Wulfsfelde: Seit 30 Jahren ein Treff fürs ganze Dorf
Lokales Segeberg Haus Wulfsfelde: Seit 30 Jahren ein Treff fürs ganze Dorf
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21:18 29.04.2016
Zur Feier zum 30-jährigen Bestehen des „Haus Wulfsfelde“ freuen sie sich auf zahlreiche Gäste: Martin Cordts (v.l.), Heinrich Koth, Christel und Hartmut Scheer. Quelle: Domann

Die Dorfgemeinschaft ist den Wulfsfeldern wichtig, auch heute noch. Als im Jahr 1984 die Gastwirtschaft im Ortsteil Wulfsfelde schloss, war klar, dass es einen Ersatz-Treffpunkt geben müsse. Da auch die Freiwillige Feuerwehr Wulfsfelde- Reinsbek mehr Platz benötigte (es gab seit 1966 nur das Gerätehaus), beschlossen Pronstorfs Gemeindevertreter noch Ende 1984, einen Anbau ans Gerätehaus. Die etwa 70 Quadratmeter sollte die Feuerwehr als Schulungsraum und Festsaal nutzen und Treffpunkt für die Wulfsfelder sein. Rund 200

000 Mark kostete der Anbau, viele Arbeiten wurden in Eigenleistung gemacht. 3000 Stunden arbeiteten zahlreiche Feuerwehrleute und Anwohner, um ihr „Haus Wulfsfelde“ entstehen zu lassen.

Am 1. Mai 1986 war es so weit, das Gebäude wurde eingeweiht. „Die Lumos-Kapelle aus Westerrade spielte und 145 Gäste waren anwesend“, sagt Heinrich Koth. Der ehemalige Bürgermeister (1995 bis 2007) schaut in alte Protokolle und liest einige Namen der Gäste vor. Eine weitere Zahl findet er: 47 Veranstaltungen fanden in den restlichen acht Monaten bis zum 31. Dezember 1986 statt. „Solch eine große Zahl hatten wir nicht erwartet“, erzählt Christel Scheer, die mit ihrem Mann Hartmut vor 30 Jahren die Bewirtung und Pflege des Hauses Wulfsfelde übernommen hat. Sie überlegt kurz und ergänzt, dass bis auf Verlobungen schon alle Feste hier gefeiert wurden.

Heute ist es etwa eine große Feier pro Monat. Dazu kommen Vereinssitzungen, Frühschoppen, Stammtische, Treffen des SOS-Feuerwehrchores und der Jugendwehr. „Damals wurde beschlossen, dass sich das Haus Wulfsfelde selbst tragen muss und das tut es auch“, betont Ortswehrführer Martin Cordts. So konnte zum Beispiel die Inneneinrichtung erneuert, weil genug Geld erwirtschaftet wurde.

„Ohne Christel und Hartmut gäbe es dieses Haus nicht so wie es ist“, sagt Cordts und ergänzt, dass das Haus einen guten Ruf habe und über die Ortsgrenze bekannt sei. „Damals hat uns Heinrich Koth empfohlen, wir wohnen schräg gegenüber, das war und ist praktisch“, so die 66-Jährige, der die Arbeit Spaß mache und die sie auch noch einige Jahre fortführen möchte. Auch wenn der Urlaub von der Buchung des Hauses abhängig ist. Schon jetzt gibt es eine Anmeldung für eine Konfirmation 2019.

Feier am 1. Mai

Zum 25-jährigen Bestehen des Anbaus im Jahre 2011 wurde das alte Feuerwehrgerätehaus erneuert und erweitert. Wieder wurde vieles in Eigenleistung erbracht, die Kosten lagen bei 220 000 Euro. Zusätzlich wurde eine Terrasse angebaut, die nun gerne zum Grillen genutzt wird. So auch zur Feier des 30-jährigen Bestehens am 1. Mai. Gefeiert wird von 11 bis 16 Uhr im „Haus Wulfsfelde“. Es gibt Essen und Getränke. „Da wir selbst mitfeiern möchten, gibt es aber keinen Kuchen“, sagt Verwalterin Christel Scheer. sd

Von Silvie Domann

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