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Segeberg Helfer sollen Feuerwehr entlasten
Lokales Segeberg Helfer sollen Feuerwehr entlasten
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21:23 11.01.2016
Ein befördertes Damen Trio auf der Jahresversammlung: Löschmeisterin Mareike Pottkamp und die Hauptfeuerwehrfrauen Franziska Nachtigall und Sara-Lisa Guth (v.l.). Quelle: Fotos: Petra Dreu

In der Freiwilligen Feuerwehr Aufgaben übernehmen, ohne dort selbst Mitglied zu sein. Das soll ab dem 1. Februar in Bad Segeberg möglich sein. Eine sogenannte Verwaltungsabteilung wird dafür gegründet. Möglich macht es das neue Brandschutzgesetz. Vier Pastoren als Seelsorger werden als erste in die neue Abteilung aufgenommen. Hier ist aber auch Platz für Helfer, die Verwaltungsaufgaben und Papierkram erledigen möchten, um so den hohen Zeitaufwand der Feuerwehrleute etwas zu reduzieren. Mit durchschnittlich 4,5 Einsätzen pro Woche ist der nämlich für die 77 Aktiven sehr hoch.

Mit ihrer ureigenen Aufgabe, nämlich der Brandbekämpfung, haben die Einsätze der Feuerwehr nur noch am Rande zu tun. Vielmehr hat sie sich zu einem vielseitigen Allrounder entwickelt. Dabei war das Jahr 2015 mit 218 Einsätzen immer noch ein Jahr mit durchschnittlichen Einsatzzahlen. Stetig steigend ist dabei aber der Anteil der technischen Hilfeleistungen. Mit 137 Einsätzen liegen sie bei 63 Prozent, gefolgt von den Fehlalarmen mit 21 Prozent. Die reinen Brandeinsätze machen nur noch 15 Prozent der Alarmierungen aus.

„Wir laufen auf hohem Niveau. Das, was wir leisten, ist ein hohes Opfer von Freizeit“, sagte Wehrführer Mark Zielinski, dessen Feuerwehrkameraden zudem 30 Funktionen innerhalb des Kreisfeuerwehrverbandes ausfüllen. Sehr gut sei der Ausbildungsstand. Einsätze wie der an der Oldesloer Straße/ Bahnhofstraße, als ein kleiner Junge von einem Fahrzeug überrollt wurde und starb, seien professionell abgearbeitet worden. „Ich bin stolz, mit Euch in dieser Wehr dienen zu dürfen“, so der Wehrführer.

Wie der bei einem Einsatz in Marne getötete Feuerwehrmann gezeigt habe, sei es zudem immer wieder möglich, dass jemand von einem Einsatz nicht zurückkomme. „Deshalb ist Kameradschaft so wichtig. Man muss sich aufeinander verlassen können“, unterstrich Mark Zielinski, der darauf hofft, dass der Um- und Anbau des Feuerwehrhauses konkreter wird und die Feuerleute nach einem Einsatz auch duschen können, bevor sie wieder nach Hause fahren.

Mit dem Levo-Park und der Unterbringung von 2000 Flüchtlingen in Wohncontainern bekomme Bad Segeberg einen fünften Stadtteil. Dass die Feuerwehr keine näheren Informationen hatte, gefiel den Feuerwehrleuten zwar nicht, Mark Zielinski aber nimmt es gelassen: „Wenn es da brennt, dann fahren wir hin und machen es aus.“

Gewählt wurden Thorsten Lüthje zum Zugführer Logistikzug, Lennart Busch zum Gruppenführer Führungsgruppe, Frederic Westensee zum Gruppenführer Hilfelöschfahrzeug. Arno Tiefenbach und Klaus Stolten erhielten das Brandschutzehrenzeichen 40 Jahre, Axel Pottkamp selbiges für 25 Jahre. Jahresspangen erhielten Christian Wendland, Dennis Schubring, Markus Breede und Pascal Borries (10 Jahre), Stephanie Nergenau (20 Jahre) sowie Gerhard Gellert, Arno Tiefenbach und Klaus Stolten (40 Jahre). Für 60 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurde Gert Lüthje ausgezeichnet. Mareike Pottkamp wurde zur Löschmeisterin befördert, Sara-Lisa Guth und Franziska Nachtigall zu Hauptfeuerwehrfrauen.

„Das, was wir leisten, ist ein hohes Opfer von Freizeit.“
Mark Zielinski,
Wehrführer
Erste Auszeichnung für 14 Jugendliche
Einen Tag vor der Jahresversammlung der „Großen“ hatte die Jugendfeuerwehr Bad Segeberg unter der Leitung von Jugendfeuerwehrwart Stefan Rungenhagen getagt.
Mit 27 Jugendlichen ist sie gut aufgestellt. Auch bei ihnen standen mehrere Wahlen auf der Tagesordnung. Der 17-jährige Marc Kevin Schmidt wurde als Jugendgruppenleiter wiedergewählt. Collins Hilbert (16) wurde als Gruppenführer bestätigt. Tim Schlosser (15) bleibt Kassenführer der Jugendfeuerwehr. Marie Förder (13) übernimmt die Aufgaben einer Schriftführerin von Miriam Pottkamp. Luoi Niemann (10) darf künftig die Jugendfeuerwehr als Wimpelträger anführen. Ein besonderes Ereignis ist für alle Jugendlichen die Ehrung mit der ersten Auszeichnung für die Kinder und Jugendlichen, der Jugendflamme. Verliehen wurde sie in diesem Jahr 14 Mitgliedern. Vorbereitet hatten sie sich darauf mit 35 Diensten, darunter Stiche und Knotenkunde, Gerätekunde, Erste Hilfe und Technische Hilfe.
pd

Petra Dreu

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