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Segeberg „Hemmschwelle wurde uns genommen“
Lokales Segeberg „Hemmschwelle wurde uns genommen“
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02:15 21.09.2013
Die Klasse 8c, vertreten durch Nine, Alina und Tatjana (v. l.), hatte sich zum Thema Inforallye für ein Collagen-Poster entschieden. Quelle: Foto: Silvie Domann

Stress mit Eltern oder Freunden, mit 14 schwanger oder von einem guten Freund der Familie sexuell belästigt: Bad Segebergs Jugendliche werden mit ihren Problemen nicht allein gelassen. Das erfuhren 132 Schüler der Gemeinschaftsschule im Schulzentrum, die im August an der 34. InfoRallye teilgenommen hatten. Veranstalter der Aktion waren Tobias Kleine und Petra Schoder vom Jugendzentrum Mühle, Stadtjugendpflegerin Elke Rindt und Jugendschutzbeauftragte des Kreises Marion Laaser.

Die Achtklässler besuchten sieben Beratungsstellen: Polizei, Frauenzimmer, Pro Familia, Jugendamt, ATS-Suchtberatungsstelle, Schuldnerberatung sowie die Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt und informierten sich über deren Arbeit. Im Anschluss daran stellten sie ihre Ergebnisse zusammen und präsentierten sie am Donnerstagvormittag im Bürgersaal einer Jury, bestehend aus Schulleiter Bernd Falkenhagen, Elke Rindt sowie Eltern- und Schülervertreter. Da die sechs Klassen unterschiedliche Darstellungsformen gewählt hatten — Film, Theater, Power Point-Präsentation und Collagen-Poster — fiel der Jury die Entscheidung nicht leicht. Bürgermeister Dieter Schönfeld bezeichnete den Wettkampf deshalb als Wimpernschlag-Finale, er überreichte Urkunden und Preisgeld an die Vertreter der Klassen. Wieder spendete die Stiftung der Sparkasse Südholstein das Geld, insgesamt 450 Euro. Sieger wurde die Klasse 8a, gefolgt mit einem Punkt Unterschied von der 8d. Den dritten Platz belegte die 8f, gefolgt von der 8c, der 8e und der 8b.

„Die Rallye war interessant, und wir haben viel Neues gelernt“, sagten Nine, Alina und Tatjana aus der 8c, die ein originelles Poster aus Collagen erstellt hatten. „Ich finde die ATS-Suchtberatungsstelle wichtig, es gibt so viele rauchenden Jugendliche“, bemerkte Alina (13). Auch die Schuldnerberatung könne einem später helfen. Falls sie mal Probleme haben sollten, wüssten die Drei nun, wo sie Hilfe erhalten könnten. Das sahen die Erstplatzierten ähnlich. „Wir haben sehr intensive Gespräche geführt, die Leute waren alle nett. Die Hemmschwelle ist uns genommen wurden“, waren sich Rieke, Niklas und Kim Sophie einig. Auf ihre Arbeit seien sie auch ein wenig stolz. „Wir haben zwei Wochen an dem Film gearbeitet, Bjarne war für das Schneiden verantwortlich“, sagte Rieke. Kleine Rollenspiele und Interviews hätten sie in den verschiedenen Beratungsstellen aufgenommen. „Das Geld ist für unsere Abschlussfahrt im kommenden Jahr nach London“, so Niklas.

ATS: Sprechstunde: Dienstag 15-18 Uhr, Jugendsprechstunde: Dienstag 15-17 Uhr, Donnerstag 9-12 Uhr, Gartenstr. 17, Tel. 04551/84358.

Silvie Domann

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