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Segeberg Hier könnten 80 Eigenheime entstehen
Lokales Segeberg Hier könnten 80 Eigenheime entstehen
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19:27 12.01.2017
Das Baugebiet Havkamp Ost Quelle: Glombik

Im kommenden Jahr könnte es klappen: Über 100 Grundstücke-suchende Familien sind bei der Stadt verzeichnet. Sie möchten unbedingt in Bad Segeberg ein Eigenheim bauen. Das ist auch eine Liebeserklärung an die Kreisstadt. Doch das Baugebiet Burgfelde im Süden der Stadt ist für Häuslebauer weitgehend ausgebucht, hier gibt es keine freien Grundstücke mehr, die meisten Häuschen sind schon im Bau oder längst fertiggestellt. Jetzt sucht Bad Segeberg weiter freie Flächen zur Stadterweiterung – gen Osten hin. Hier gibt es noch landwirtschaftlich genutzte Flächen in privater Hand.

Erst vorgestern habe es erste Gespräche mit einem „potenziellen Erschließungsträger“ für das große Neubaugebiet gegeben, teilte Bauamtsleiterin Antje Langethal den Lübecker Nachrichten auf Anfrage mit. Das Bauamt fange jetzt mit der städtebaulichen Planung an. In der Dezembersitzung der Stadtvertretung wurde der Bebauungsplan „Havkamp Ost“ bei einer Gegenstimme aufgestellt. Im Süden wird das Gebiet durch landwirtschaftlich genutzte Flurstücke begrenzt, westlich durch den Karl-May-Parkplatz auf der grüne Wiese und im Norden durch die Lübecker Landstraße. Östlich von dem geplanten Neubaugebiet finden sich die Gärten der Bebauung Kuckucksbarg 31 bis 53 sowie Bornwischen 72 und 74.

Demnächst soll die öffentliche Bürgerbeteiligung starten. Bad Segeberg würde sich so Richtung Osten gen Weede städtebaulich ausbreiten. Es geht um wohnbauliche Entwicklung, Entwicklungsmöglichkeiten vorhandener Gewerbebetriebe und um Entwicklungsmöglichkeiten eines landwirtschaftlichen Betriebes innerhalb des B-Plan-Gebietes. Vordringlich ist aber der Wohnungsbau. Der Erschließungsträger möchte das Grundstück von privater Hand erwerben, sagt Langethal. „Das ist ein guter Partner für die Stadt, und wir sind optimistisch, dass wir in einem Jahr loslegen können.“ Sie rechne damit, dass 2018 die Grundstücke verkauft werden können. Die Stadt mache großen Druck und wolle die Planung sehr schnell fertig bekommen. Da es sich aber nicht um städtisches, sondern um privates Gelände handele, müsse erst einmal Verkaufsbereitschaft da sein. „Jetzt sind erste Teilflächen verkauft, es kann losgehen.“ Die Stadt hoffe, bei entsprechender Größe des Gebietes etwa 80 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser unter zu bekommen. Sie werde mit dem Erschließungsträger einen Vertrag abschließen. Bauamtschefin Langethal plädiert dafür, das Neubaugebiet über die Wohnstraße Havkamp – da gibt es bereits eine entsprechende Stichstraße – und von der Lübecker Landstraße zu erschließen. Das müsse aber alles im Rahmen der Verkehrsplanung noch besprochen werden.

 Wolfgang Glombik

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