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Segeberg Hoffnung auf Autobahn-Abfahrt bei Alveslohe
Lokales Segeberg Hoffnung auf Autobahn-Abfahrt bei Alveslohe
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22:21 15.05.2016
Bürgermeister Peter Kroll (l.) begrüßt die Idee von Staatssekretär Frank Nägele, bei Alveslohe eine neue Zufahrt zur A7 zu schaffen. Quelle: Fuchs

 Der Umwelt- und Planungsausschuss hat sich gerade einstimmig für ein solches Projekt ausgesprochen, für das das Verkehrsministerium in Kiel die Kreise Segeberg und Pinneberg sowie die betreffenden Gemeinden um Stellungnahme gebeten hat. Nach Pfingsten ist ein Treffen im Verkehrsministerium dazu geplant.

Dieser neuerliche Vorstoß der Landesregierung, eine weitere Autobahnanschlussstelle zwischen Hamburg-Schnelsen und Henstedt-Ulzburg zu schaffen, geht noch auf die Olympia-Bewerbung Hamburgs zurück.

So kündigten Innenminister Stefan Studt und Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele im Oktober bei ihrem Besuch auf dem Golfplatz Gut Kaden in Alveslohe an, wo das olympische Golfturnier 2024 hätte stattfinden sollen, dass bei Alveslohe eine zusätzliche A7-Abfahrt gebaut werden würde. Im Dezember hat Nägele deshalb nach dem Olympia-Aus noch mal die beiden Kreise Pinneberg und Segeberg dazu befragt, ob sie „das Anliegen aus der Region unterstützen könnten“. Segebergs Landrat Jan Peter Schröder hat dazu im Februar geantwortet, dass die Wiederaufnahme einer solchen Planung „nur dann erfolgreich sein kann, wenn die betroffenen Kommunen geschlossen hinter dieser Entscheidung stehen.“

Aus Sicht des Kreises Segeberg sei der Bedarf für eine weitere Anschlussstelle in diesem Bereich an der A7 aber eindeutig gegeben, so Schröder. Im Jahr 2008 war der Bau einer A7-Anschlussstelle in Höhe Norderstedts am Widerstand der Stadt Norderstedt gescheitert. Die beiden Kreise Pinneberg und Segeberg hatten dem Projekt zugestimmt, für das es bereits grünes Licht vom Bundesverkehrsministerium gab. An den Gesamtkosten in Höhe von rund 20 Millionen Euro sollten sich die beiden Kreise und die Stadt Norderstedt mit jeweils 3,3 Millionen Euro zu gleichen Teilen beteiligen. Der Bund wollte 10,7 Millionen Euro beisteuern. Ein Gutachten hatte sich damals klar gegen eine Anschlussstelle bei Alveslohe und für eine bei Norderstedt ausgesprochen.

Doch fast 2000 Norderstedter hatten sich seinerzeit per Unterschrift dagegen ausgesprochen, weil es die Garstedter Feldmark unnötig zerschneiden und mit Autoverkehr belasten würde. Entsprechend vorsichtig äußert sich jetzt auch Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote. Er sehe „derzeit keine politische Grundlage für einen Wiedereinstieg in die Diskussion über eine Anschlussstelle“.

Das sieht sein Amtskollege Stefan Bauer aus Henstedt-Ulzburg ganz anders. Für seine wachsende Großgemeinde mit fast 30 000 Einwohnern würde auch eine A7-Abfahrt bei Alveslohe eine Verkehrsentlastung insbesondere der Hauptverkehrsstraße Hamburger Straße bringen.

LN

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