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Segeberg Hoffnung auf kleines Stadtfest mit Flohmarkt und einer Bühne
Lokales Segeberg Hoffnung auf kleines Stadtfest mit Flohmarkt und einer Bühne
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23:24 25.07.2016
„Ziel aller Anrufer ist es gewesen, das Fest zu retten. Daran wird jetzt gearbeitet.“Dieter Schönfeld, Bürgermeister
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Bad Segeberg

Vielleicht klappt es doch noch – wenigstens mit einem Miniatur-Stadtfest. Nachdem die LN kürzlich über das drohende Aus für das traditionelle Fest berichteten, weil die Veranstalter das finanzielle Risiko fürchteten, wurde überall in den sozialen Netzwerken, aber auch auf dem Wochenmarkt heiß diskutiert. Jetzt legten die Veranstalter ein neues Konzept bei der Stadt vor, das im Rathaus geprüft werden muss. Ziel ist es, statt an drei Tagen wenigstens am Sonntag, 4. September, etwas Schönes auf die Beine zu stellen. Kurz gesagt: Es soll ein Flohmarkt in der Innenstadt werden. Weil auf die Marktbühne verzichtet wird, können dann auch auf dem Markplatz Händler ihre Tische aufstellen. Dafür wird es abends und nachts keine Musik geben. Auf der Volksbank-Bühne können sich tagsüber Vereine und Verbände darstellen.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir Sonntag hier Spiele anbieten.“Ulf Peters, Macher der Hamburger Straße
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir Sonntag hier Spiele anbieten.“Ulf Peters, Macher der Hamburger Straße

Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld konnte am Wochenende nach dem LN-Artikel sein Handy kaum aus der Hand legen. „Ich hatte einige sehr konzentrierte Gespräche.“ Ziel aller Anrufer sei gewesen, das Fest doch noch zu retten. „Daran wird jetzt gearbeitet“, teilte Schönfeld mit.

Gestern sagte Organisator Paul Griese den LN, dass er mit seinem Team der ortsansässigen Gastronomen (Dehoga) der Stadt ein Konzept als Bewerbung vorgelegt habe. „Wir stecken jetzt alle in den Startlöchern.“ Es solle „wirtschaftlich tragbar“, „kleiner, aber feiner“ werden, verspricht Griese. Das Bad Segeberger Stadtfest geht auf den verstorbenen SPD-Stadtpolitiker und Musiker Klaus Knütter zurück. Der hatte sich Mitte der siebziger Jahre dafür stark eingesetzt. Doch damals stand das Thema Musik im Vordergrund. Disco, bekannte Musikgruppen – das soll es jetzt nicht mehr geben. Geplant sei für das Stadtfest 2016, am Sonntag von 6 bis 17 Uhr einen Flohmarkt in der Innenstadt auf die Beine zu stellen. Die üblichen Partys am Freitag und Sonnabend sollen wegfallen, hier wären schon wegen des erhöhten Alkoholgenusses teure Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Die Stadt sei ohnehin voll mit Menschen, weil am Sonntag die Karl-May-Spiele ihre letzte Vorstellung haben. Der Flohmarkt soll sich über die Fußgängerzone (Hamburger Straße, Kirchstraße und Marktplatz) erstrecken. Der Seminarweg bliebe frei. Über das sonstige Programm müssen sich die Veranstalter keinen großen Kopf machen. Die Volksbank-Bühne stehe den Vereinen und Verbänden zur Verfügung. Denkbar sei es, dort auch Jugendbands aus der Region spielen zu lassen.

In der Hamburger Straße werde auch eine Kinderspiel-Linie veranstaltet, versprach Griese. Ulf Peters, Geschäftsmann aus der Hamburger Straße, stellte hingegen klar, dass die Spiellinie für den Sonnabend und nicht für Sonntag geplant sei. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Geschäftsleute am Sonntag, wenn die Geschäfte zu sind, draußen vor der Tür Torwandschießen oder Dosenwerfen für Kinder anbieten.“

Party an der neuen Promenade?

Warum stellt man beim Stadtfest nicht Bad Segebergs Seepromenade in den Mittelpunkt? Das fragt Heimatforscher Hans-Werner Baurycza (Foto). Seine Idee: Ein Flohmarkt von der Promenade bis hoch zum Schweinemarkt. Auf dem Wasser direkt an der Uferkante könnten die Vereine vom Segeberger See Veranstaltungen anbieten mit Wasserfontänen und Musik. Auf dem Flohmarkt dürften keine gewerblichen Händler verkaufen. Am Wasser könnten sich auf einer Bühne Jugendbands präsentieren, auf einer anderen gäbe es Musik für Ältere. Das alles ginge mit wenig Aufwand, ist Bauryzca überzeugt. Eines sei aber sicher: Finanziellen Reibach könne man mit so etwas nicht machen.

Wolfgang Glombik

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