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Segeberg Hohe Badequalität in Segebergs Seen
Lokales Segeberg Hohe Badequalität in Segebergs Seen
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11:03 06.08.2017
Constanze Betker vom Fachdienst „Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz“ bei der Arbeit im Neversdorfer See in Leezen. Quelle: Fotos: Hfr
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Bad Segeberg

 An den 26 Badestellen und fünf Bademöglichkeiten im Kreis sei die Wasserqualität sehr gut, dass heiße, nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte würden unterschritten, sondern auch die Richtwerte.

Experten stellen Gewässern sehr gute Noten aus – Blaualgen im Mözener See nicht gefährlich.

Während der Badesaison hat Constanze Betker gemeinsam mit ihren sieben Kollegen die Badewasserqualität der Seen genau im Auge.

Mindestens fünf Mal nehmen die Gesundheitsaufseher des Fachdienstes „Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz“ zwischen Mitte Mai und Mitte September Proben in den Gewässern.

Thermometer und pH-Meter sind stets dabei, um Luft- und Wassertemperatur sowie den pH-Wert zu messen. Der pH-Wert habe am jüngsten Untersuchungstag zwischen 9,3 und 8,0 geschwankt. Die Proben würden 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche entnommen. Mit der sogenannten Secchi-Scheibe werde außerdem die Sichttiefe in einem Gewässer ermittelt. Der Große Segeberger See und der Ihlsee haben hier laut Kreissprecherin Sabrina Müller die Nase vorn – garantierten sie doch Sichtweiten von mindestens zweieinhalb Metern.

Die Wasserproben werden am Hygieneinstitut des Kieler Universitätsklinikums auf Kolibakterien sowie auf Intestinale Enterokokken untersucht. „Wir hatten seit Jahren keine bakteriellen Auffälligkeiten“, sagt Constanze Betker. Sollten die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte aber doch einmal überschritten sein, würden weitere Proben an der entsprechenden Badestelle entnommen werden, um genauere Bestimmungen vornehmen zu können.

Einzig die Blaualge, die sich je nach Wetterlage in einem Ausmaß vermehrt, das für den menschlichen Körper ungesund werden kann, macht den Experten ein wenig Sorge. Zuletzt tauchte der Algenschaum am Mözener See auf, der aus ökologischer Sicht genau wie der Neversdorfer See in keinem guten Zustand sei. Die meisten Blaualgen-Arten seien für den Menschen dabei harmlos. Bestimmte Blaualgen produzierten aber Stoffe, die giftig für ihn seien. „Durch Verschlucken können die Gifte in den Körper gelangen und zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen. Blaualgen sind auch für Reizungen an Haut, Schleimhaut und Augen sowie Entzündungen und allergische Reaktionen verantwortlich“, erklärt Müller. Werden die Grenzwerte überschritten, müssen belastete Seen gesperrt oder entsprechende Warnungen an die Bevölkerung herausgegeben werden. Aber auch hier gibt der Kreis Segeberg derzeit Entwarnung: Blaualgen seien zwar vereinzelt zu finden, ihre Konzentration sei aber sehr gering.

Die aktuellen Messergebnisse sowie weitere Informationen über die Badeseen im Kreis Segeberg und in Schleswig-Holstein gibt es im Internet unter:

www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/B/badegewaesser.html.

LN

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