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Segeberg Hol di senkrecht: Mittelpfeiler des Teamtowers steht schon
Lokales Segeberg Hol di senkrecht: Mittelpfeiler des Teamtowers steht schon
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20:38 30.10.2013
Aufwändige Holzkonstruktion aus ganzen Stämmen: Es dauerte Stunden, bis der 40-Tonnen-Kran zunächst den 30 Meter hohen Mittelpfosten aufgestellt und anschließend die Stützpfosten an ihren Platz gehievt hatte.
Daldorf

Zwei Stunden sollte es dauern, den 30 Meter hohen Mittelpfosten des neuen Kletterturms, den Teamtower, im Erlebniswald Trappenkamp aufzustellen. Wenn alles nach Plan läuft hieß es in der Ankündigung. Doch den Zuschauern wurde schnell klar, dass das nicht reichen würde. Fingerspitzengefühl, schweres Gerät und Muskelkraft waren notwendig, um die riesigen Douglasien-Stämme zentimetergenau miteinander zu verbinden. Der Erlebniswald und seine Partner nutzten den Aufbau des Mittelpfostens als Richtfest.

Bei Brötchen und Kaffee und mit großem Sicherheitsabstand beobachteten die Gäste gestern Vormittag, wie zunächst der riesige Mittelpfosten des Kletterturms mit Hilfe eines 40-Tonnen-Autokrans senkrecht angehoben und senkrecht auf das Fundament gesteckt wurde. 30 Meter lang ist der Stamm der Douglasie aus dem Hamburger Stadtwald. 121 Jahre alt, 14 Tonnen schwer. Das sind 14 000 Kilogramm. „Er wurde erst in der Nacht hergebracht“, sagte Stephan Mense, Leiter des Erlebniswaldes. Von der Spezialfirma Seeland, mit einer Sondergenehmigung. „Die transportieren sonst Windkraftanlagen“, betonte Mense. Am Dienstagabend um 22 Uhr startete der Transport in Hamburg. „Um zwei Uhr waren sie hier.“

Wenig später steht der Stamm senkrecht und wird von den Experten der Baufirma Ropesolution mit sechs Spannseilen fixiert. „Die Konstruktion hält am Ende aber für sich“, betonte Jörg Kommritz, einer der zukünftigen Betreiber von RopeXcourse. „Sie sollen nur die Schwingungen ausgleichen.“

Nach einer halben Stunde beginnt die Puzzlearbeit, drei 23 Meter lange Stützpfeiler müssen mit dem Kran zentimetergenau in die Metall-Fassungen an Boden und Mittelpfosten eingelassen werden. Mehrere Anläufe sind nötig, bis der Stamm im richtigen Winkel vom Boden abhebt. In gut 13 Metern Höhe warten bereits zwei Arbeiter in einem Hubwagen auf das enorme Bauteil, am Boden reguliert ein anderer die Schwankungen des Baumstammes über ein Seil. Ganz, ganz langsam wird der erste Stützpfeiler in die Luft gehoben, gedreht und dann Zentimeter für Zentimeter wieder nach unten in die Metallfassungen gelassen. Schließlich müssen die Männer am Boden noch zur Motorsäge greifen und den Stamm etwas kürzen.

Es dauert über eine Stunde bis der erste Pfeiler schräg gegen den Mittelpfosten gelehnt steht und verschraubt werden kann. „Das dauert noch“, kommentiert Kommritz. Drei solcher Stützen sollen an diesem Tag montiert werden. Später werden bei der Verbindungsstelle drei ähnlich große Stämme in die entgegengesetzte Richtung angebracht. „Das ergibt dann eine Uhrenglasform“, erklärt Kommritz.

Dazwischen müssen dann noch etliche Verbindungen geschaffen werden. Der Bau der Grundkonstruktion werde sicherlich den November in Anspruch nehmen. Später kommen dann die beiden Plattformen in 15 und 28 Metern Höhe dazu und die Kletterelemente. Kommritz: „Ziel ist es, zur Waldweihnacht die erste Plattform zugänglich zu machen.“ Das wäre zum 7. und 8. Dezember. Die offizielle Eröffnung des Turms unter anderem für teambildende Kletterübungen ist aber erst zur neuen Saison am 1. März geplant. Schon jetzt kündigt der Erlebniswald an, dass dann am 30. März alle Kinder kostenlos klettern dürfen.

Außerdem wird das Frischlingsfest im April rund um den Turm gestaltet werden, in den 300 000 Euro investiert werden.

Holzturm in Zahlen
51 Kubikmeter Douglasienholz werden für den Teamtower im Erlebniswald verbaut, eine Massivholzkonstruktion aus gewachsenen Baumstämmen. Der Turm ist im Norden einzigartig.
30 Meter lang ist der größte Stamm für den Mittelpfosten. Der Baum kommt aus dem Hamburger Stadtwald, ist 121 Jahre alt und wiegt etwa 14 Tonnen. Das weitere Holz kommt von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten in den Hüttener Bergen.

Nadine Materne

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