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Segeberg Hurra! Nach drei Wochen funktioniert das Telefon wieder
Lokales Segeberg Hurra! Nach drei Wochen funktioniert das Telefon wieder
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20:06 09.06.2016
Willi Pechoel (vorn) freut sich: Endlich ist der Telefon-Reperaturtrupp in der Mielsdorfer Straße eingetroffen. Quelle: Kullack

„Es geschehen noch Zeichen und Wunder!“: Willi Pechoel aus der Mielsdorfer Straße in Weede mochte seinen Augen kaum trauen. Gerade gestern Vormittag, als die LN ihren Besuch angekündigt hatten, um über die Familie zu schreiben, deren Telefon seit drei Wochen nicht funktioniert, rückten sie an – die schmerzlich lange vermissten Monteure. Und tatsächlich: Gegen Mittag war der Pechoelsche Telefonanschluss wiederhergestellt.

„Für einen Rechtsanwalt oder Arzt

im Beruf wären sie

wohl schneller gewesen . . .“ Willi Pechoel, Rentner

Bis es aber so weit war, geriet das Ganze zu einem steten Ärgernis für das Rentnerehepaar Sönne und Willi Pechoel. Am 19. Mai war bei Arbeiten für das neue Weeder Glasfasernetz der Telefonanschluss getroffen worden – ihrer und der ihres Nachbarn. Während der Nachbar aber schon am selben Tag wieder habe telefonieren können, zog sich das Ganze bei Pechoels immer weiter hin. Schier endlose Telefonate – ein Handy hat das Ehepaar zum Glück – sowie die Ankündigung von Besuchen, aus denen dann nichts wurde: Anbieter wie Netzbetreiber hätten sich mächtig Zeit gelassen, schoben laut Pechoel die Zuständigkeit zunächst hin und her. Solchen Ansagen wie „Halten Sie sich bereit von 8 bis 12 Uhr“ oder „Der Bautrupp kommt zwischen 13 und 17 Uhr“ folgte jeweils . . . nichts. „Drei Mal haben wir umsonst gewartet“, sagt Willi Pechoel. Und vorgestern waren die Monteure dann da – einen Tag später, als sie es angekündigt hätten. Doch da stand der Bautrupp vor verschlossener Tür: Willi Pechoel hatte Geburtstag und wollte auf den lange geplanten Ostsee-Ausflug nicht verzichten.

Weshalb das Ganze nun so lange gedauert hat, sei nicht zu ergründen gewesen. Gestern aber wurde der Anschluss wiederhergestellt – mögen die Versicherungen sich streiten, was die Ursache war und wer für Schaden wie Verzögerungen haftet, sagt Pechoel. Als Rentner nimmt der Weeder das Ganze noch mit einer Form von Rest-Humor: „Ich bin mir sicher, dass die Gesellschaften wohl schneller reagiert hätten, wenn ich ein aktiver Arzt oder ein Rechtsanwalt wäre.“

Auf der anderen Seite steht die Häufigkeit der „Untergrund-Schäden“, wie sie sich bei der Verlegung von Glasfaserkabeln allein im Ostkreis aufgetan hat. Allein in Weede (samt Söhren) waren es in den vergangenen Wochen drei Schäden an Gasleitungen (der letzte gestern, siehe Bericht oben) sowie die zerstörten Telefonanschlüsse in der Mielsdorfer Straße. Bis zum Mai wurden bei den Breitband-Arbeiten im Kreis 13 Gasleitungen angebohrt; weitere 68 Schäden ereigneten sich an allen möglichen Formen von Leitungen.

Die Schleswig-Holstein Netz AG hatte deshalb eigens zu einem Pressegespräch eingeladen und dabei energisch auf eines hingewiesen: „An uns liegt es nicht.“ Alle Leitungen seien exakt in den Plänen eingezeichnet.

 Lothar Hermann Kullack

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