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Segeberg Igelwiese Trappenkamp: Neues Haus, neues Konzept
Lokales Segeberg Igelwiese Trappenkamp: Neues Haus, neues Konzept
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22:24 28.10.2013
In der Igelwiese der Lebenshilfe werden in zwei Gruppen jeweils zwölf Kinder altersgemischt (ein bis sechs Jahre) und inklusiv betreut. Quelle: nam
Trappenkamp

Es wurde schnell eng im Flur der Kita Igelwiese in Trappenkamp. Zur offiziellen Eröffnung — der Betrieb in den neuen Räumen war schon im Juni gestartet — kamen Eltern, Gemeindepolitiker und Freunde der Einrichtung zahlreich. 400 000 Euro hat das neue Gebäude der Lebenshilfe Wahlstedt als Träger des integrativen Kindergartens gekostet. Mit dem Umzug aus der Iserstraße in die Goethestraße startete die Einrichtung mit neuem Konzept. „Das sind die Igel“, stellte Erzieherin Bea Indermark vor, als sie einige der Gäste durch das Haus und in den ersten von zwei Gruppenräumen führte. Zwölf Kinder werden in der neuartigen altersgemischten Gruppe betreut. Das heißt, Krippenkinder und Kindergartenkinder mit und ohne Beeinträchtigung werden in einer Gruppe betreut. „Wir haben verschiedene Spielecken eingerichtet“, erklärte Indermark. So könnten die Kleineren und Größeren auch getrennt voneinander spielen. „Aber sie bespielen sich auch gegenseitig, das machen die Kinder ganz toll“, so die Betreuerin. „Auch die I-Kinder.“ In beiden Gruppen sind jeweils vier Kinder mit Behinderungen und maximal drei Kinder unter drei Jahren untergebracht. In der Gruppe der Hasen ist derzeit noch ein Krippen- und ein Regel-Kindergartenplatz frei.

Mit dem neuen pädagogischen Konzept der altersgemischten und integrativen Gruppen sei die Kita zukunftsorientiert, sagte Sylvia Johannsen, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Wahlstedt. „Nicht viele trauen sich das.“ Doch hier würden die Kinder lernen für das Zusammenleben in einer inklusiven Gesellschaft, geübt würden Kompetenzen wie Toleranz und Aufmerksamkeit. Dankbar sei sie für das neue Gebäude in „bevorzugter Lage“, betonte Johannsen. Das Grundstück hinter der Kita Arche Noah hatte die Gemeinde der Lebenshilfe über Erbpacht überlassen, wie Bürgermeister Harald Krille berichtete.

Nun sind alle drei Kitas der Gemeinde in direkter Nachbarschaft zueinander untergebracht. Das Außengelände der Igelwiese schließt direkt an das der Arche Noah an. Im Zaun ist ein Tor für gegenseitige Besuche.

400 000 Euro hat der Bau des Hauses gekostet. Fördergelder kamen vom Bund in Höhe von 73 000 Euro und 59 000 Euro von der Aktion Mensch. Man habe unter enormem Kostendruck gestanden, so Johannsen. „Fast wäre der Architekt abgesprungen.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zwischen den beiden Gruppenräumen gibt es einen gemeinsamen Waschraum. Das Waschbecken, eine Wasserrinne mit verschiedenen Höhen, kann auch zum Planschen benutzt werden. Hier gibt es eine Dusche, einen Wickeltisch und Toiletten in verschiedenen Größen. Auf den 209 Quadratmetern ist außerdem ein kombinierter Schlaf- und Therapieraum und eine Küche eingerichtet. Einmal die Woche werde hier gemeinsam mit den Kindern das Frühstück zubereitet. Das Mittagessen wird geliefert. Was noch fehlt, sind Spielgeräte im Außenbereich, das solle sich im Frühjahr ändern, stellte Johannsen in Aussicht. Dann können sich die Kinder auf eine Schaukel und eine Rutsche freuen.

Wer Interesse an einem Kitaplatz in der Igelwiese in Trappenkamp hat, kann sich bei Leiterin Kathi Schenk unter 0 43 23/24 64 melden.

Nadine Materne

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