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Segeberg Ihlwaldkapelle: Plädoyer für Sanierung
Lokales Segeberg Ihlwaldkapelle: Plädoyer für Sanierung
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20:57 27.09.2017
Die Kapelle auf dem Ihlwaldfriedhof verfällt zusehends. Quelle: Foto: Glombik

Soll die rostig-brüchige Ihlwaldkapelle neu gebaut werden oder genügt eine Sanierung? Hierzu prallten am Dienstag die Meinungen im Ausschuss für Soziales, Schule und Kultur aufeinander. Wie berichtet, wird über das Thema in der Bad Segeberger Politik und sechs Umlandgemeinden, die auch auf dem Ihlwaldfriedhof ihre Toten beerdigen, seit zwei Jahren engagiert aber bislang ohne Ergebnis diskutiert.

In der Zwischenzeit verfällt die Kapelle vor aller Augen immer mehr. Architekt Achim Kölbel bezweifelt sogar die Standsicherheit des Gebäudes. Die SPD stimmte im Ausschuss für einen Neubau (über 665 000 Euro), weil bei einer Sanierung (270 000 Euro) eher Geld „versenkt“ werde. Doch Norbert Reher (CDU) kämpfte für die 50 Jahre alte Kapelle. Über 30 Jahre sei nichts an Bauunterhaltung passiert.

„Wir sind da bei einer Besichtigung auf 50 Jahre alte Fenster gestoßen, die hätte man längst auswechseln müssen.“ Mit einer Sanierung halte das Gebäude wieder die nächsten Jahre.

Reher war gar nicht mehr zu stoppen in seiner Empörung: Er sehe grundsätzlich das Problem, dass die Stadt ihre Gebäude nicht pflege, ja so vernachlässige, dass später teure Sanierungen anstünden.

Oder gar nach 50 Jahren gleich über einen teuren Neubau geredet werde. „Es macht doch keinen Sinn, die Kapelle abzureißen und dort eine Holzschachtel hinzubauen, die das dreifache einer Sanierung kosten wird“, wie es das Bauamt wünsche. Eine neue Kapelle werde weniger Platz für Trauerfeiern bieten als die jetzige. Mit der Renovierung „erhalten wir uns ein besseres und und vor allem größeres Gebäude“. Die Statik sei noch „super“. Reher rief dazu auf, Altes nicht immer gleich abzureißen, sondern auch mal für die Zukunft zu rüsten. „Ich plädiere dringend für Renovierung.“ Auch Ralf Schaffer vom BBS schloss sich an. Doch Tobias Köpke (SPD) verwies darauf, dass durch Abschreibungsmöglichkeiten für ein neues Gebäude die Stadtkasse hier sehr viel weniger belastet werden könnte, als durch Sanierung. Auch müsse die Stadt eine Sanierung alleine tragen – ohne finanzielle Hilfe vom Umland. Bei der Abstimmung konnten sich die „Sanierer“ durchsetzen. Das letzte Wort zur Kapelle hat am 11. Oktober die Stadtvertretung.

wgl

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