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Segeberg Ihr Auftrag: Schule und Kultur vernetzen
Lokales Segeberg Ihr Auftrag: Schule und Kultur vernetzen
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20:20 16.06.2016
Kulturvermittler im Kreis Segeberg: Fotografin Birgit Bornemann, Autorin Antonia Fehrenbach, Hörspiel-Regisseurin Daniela Kletzke, Theaterpädagogin Silke Ahrens-Rapude und Kunstlehrerin Antje Wilkening (v.l.).

Schulen gibt es viele. Künstler ebenfalls. Sie zusammenzubringen haben sich die neuen Kulturvermittlerinnen im Kreis Segeberg auf die Fahne geschrieben. Mit Unterstützung der Mercator-Stiftung wollen sie in dem Projekt „Schule trifft Kultur“ neues Leben in die schulische Kulturlandschaft bringen.

Europaweites Engagement

Die Stiftung Mercator ist eine privateStiftung, die europaweit Integration durch gleiche Bildungschancen verbessern möchte, die Energiewende vorantreibt und kulturelle Bildung in Schulen verankern möchte. Teil dessen sind die Kulturvermittlerinnen. Mehr über die Idee und ihre Arbeit gibt es im Internet unter www.kulturvermittler- kreis- segeberg.de. pd

„Wir möchten Kulturschaffende und Schulen miteinander vernetzen, damit die Angebote in den einzelnen Kulturbereichen erlebbar werden“, erzählt Daniela Kletzke, die als Radio-Autorin und Hörspiel-Regisseurin weiß, wie die Aufmerksamkeit von Schülern geweckt wird, und sie kennt genügend Künstler, die prädestiniert für Kulturprojekte in Schulen sind.

Daniela Kletzke ist die einzige Fachfrau, die nicht aus dem Kreis Segeberg kommt, sondern in Westensee bei Kiel zu Hause ist. Weitere Kulturvermittlerinnen sind Theaterpädagogin Silke Ahrens-Rapude aus Norderstedt, Fotokünstlerin Birgit Bornemann, ebenfalls aus Norderstedt, Dr. Antonia Fehrenbach, Diplom-Biologin, Schriftstellerin und Biografin aus Stipsdorf, sowie Antje Wilkening, Kunsthistorikerin und Kunstpädagogin aus Bad Segeberg.

Die Bereiche, in denen die fünf Kulturvermittlerinnen tätig werden, sind breit gefächert. Möchte eine Schule ihren Schulhof verschönern, wissen die Frauen, welche Künstler für ein solches Projekt wie geschaffen sind. Bezahlt wird ihre Vermittlungstätigkeit von der Mercator-Stiftung, die auch ihre Fortbildung finanziert hat, in der unter anderem Rechtsfragen und Fördermöglichkeiten auf dem Plan standen. Das Projekt mit Qualifizierung und Umsetzung lässt sich die Stiftung in drei Jahren immerhin eine halbe Million Euro kosten.

„Wir versuchen, für alle Schulen praktikable Wege zu finden. Dazu gehört auch, Fördermöglichkeiten zu finden und zu beantragen“, erzählt Antje Wilkening, einzige Kunstpädagogin unter den Segeberger Kulturvermittlern. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie zeitintensiv die Beantragung von Fördergeldern ist. „In Zeiten von G 8 haben weiterführende Schulen sehr enge Zeitfenster und Rahmenbedingungen“, so Wilkening, die darauf hofft, dass sich möglichst viele Schulen von freischaffenden Künstlern inspirieren lassen.

Die Kulturvermittlerinnen werden für Grundschulen, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und Berufsschulen tätig sein. Groß ist die Bandbreite der Künstler und ihrer Kunstrichtungen, die in den Sparten Literatur, Theater, Musik, Tanz und in der Bildenden Kunst tätig sind. Die verschiedensten Projekte haben sie bereits umgesetzt. Im vergangenen Jahr hatte Antje Wilkening unter anderem zusammen mit dem Künstler Jan-Olav Hinz und Schülern des Städtischen Gymnasiums aus leeren Kanistern, Behältern und Folien einen Müllteppich zusammengestellt, der auf dem Segeberger See auf die Vermüllung der Weltmeere aufmerksam gemacht hatte.

 Petra Dreu

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