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Segeberg Ihr Herz schlägt für Karl May und Bad Segeberg
Lokales Segeberg Ihr Herz schlägt für Karl May und Bad Segeberg
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22:32 08.08.2018
Sie waren in ihren Western-Outfits die Hingucker in der Bad Segeberger Fußgängerzone: Manuela und Steffen Böhme sowie Anja und Patrick Müller (v. l.) aus Sachsen-Anhalt. Quelle: Foto: Petra Dreu
Bad Segeberg

Ungestört von einem Autogrammstand zum nächsten konnten Anja und Patrick Müller (beide 50) aus Bernburg und Manuela und Steffen Böhme (beide 52) aus dem benachbarten Aschersleben nicht gehen. Immer wieder wurden sie gebeten, für ein Foto zu posieren, was sie sie dann auch bereitwillig taten, wenn auch mit gemischten Gefühlen. „Das erste Mal hat Überwindung gekostet“, erzählt Patrick Müller, der in Sachsen-Anhalt als Baumaschinist sein Geld verdient.

Seit 1999 fahren beide Ehepaare einmal im Jahr ins knapp 380 Kilometer entfernte Bad Segeberg. Hauptgrund war zuerst Gojko Mitic, mit dem sie in der ehemaligen DDR aufgewachsen sind. „Den haben wir geliebt. Aber Erol Sander und Jan Sosniok sind auch gut“, lobt Anja Müller, die gemeinsam mit Manuela Böhme als Erzieherin in einer Kindertagessstätte arbeitet. Nur ein einziges Mal mussten sie den Tripp nach Bad Segeberg ausfallen lassen. „Das war 2007. Da sind wir umgezogen“, denkt Anja Müller zurück, die sich noch gut an das erste Mal in Bad Segeberg erinnern kann. „Damals hat Elke Sommer mitgespielt und die Aufführung musste unterbrochen werden“, weiß sie noch zu berichten.

Anfangs hatten beide Ehepaare ihre Kinder dabei. Deren Begeisterung für Karl May hält sich inzwischen in Grenzen, die der befreundeten Ehepaare aber ist ungebrochen – vor allem, nachdem sie zum ersten Mal die Veranstaltung „Eine Stadt spielt Karl May“ miterlebt hatten, von der sie nach wie vor begeistert sind. „Bad Segeberg gefällt uns sowieso gut. Wenn die ganze Stadt mitspielt und überall die Schauspieler sitzen und Autogramme geben, ist es jedoch ganz besonders schön“, ist Anja Müller überzeugt.

In ihren farbenprächtigen Kostümen waren sie am Sonnabend erst zum zweiten Mal in der Fußgängerzone zu sehen. „Wir haben uns das immer vorgenommen, aber erst vor kurzem in die Tat umgesetzt. In so einem Kostüm herumzulaufen, ist ja schon ein bisschen komisch“, erzählt Anja Müller. Viel Lob gab es am Sonnabend nicht nur von den Bad Segebergern, sondern sogar von dem Kalkberg-Ensemble. Anja Müller: „Nach der Autogrammstunde kam Patrick L. Schmitz zu uns und fragte, ob er ein Foto mit uns machen dürfte. Das hat uns natürlich sehr gefreut.“ Eine Anregung hat sie für die Kalkbergstadt: „Es wäre schön, wenn sich mehr trauen würden, in Kostümen mitzuspielen.“ Petra Dreu

LN

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