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Segeberg Ihre Vision: Eine Promenade in Weiß
Lokales Segeberg Ihre Vision: Eine Promenade in Weiß
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22:33 20.06.2016
Eine 200 Meter lange, weiß eingedeckte Tafel, daran Hunderte in Weiß gekleidete Gäste, so stellen sie es sich vor: Detlev Kreimeyer (Kiwanis, v.l.), Göntje Braren (Lions Club Segeberg-Siegesburg), Björn Pape (Rotary Club), Dirk von Pirch (Round Table), Matthias Flucke (LC Segeberg). Quelle: nam

Eigentlich ist ein White Dinner ja keine kommerzielle Veranstaltung, weiß auch Björn Pape vom Rotary-Club Segeberg. Wer Zeit hat, kommt – natürlich ganz in Weiß gekleidet – bringt Tisch, Stühle und einen Picknickkorb mit und fertig. So die Ursprungsidee aus Paris, die sich in den vergangenen Jahren auf der ganzen Welt verbreitet hat. Leezen hat gerade erst vorgemacht, wie es geht. Nun wollen fünf Service- Clubs in Bad Segeberg das Weiße Dinner auf die Promenade des Großen Segeberger Sees holen – für einen guten Zweck. Deshalb kostet der Platz am 16. Juli auch zehn Euro. Den Erlös erhält die Kreismusikschule, damit auch Kinder aus finanzschwachen Familien Musikstunden nehmen können.

Für dieses Ziel haben sich fünf Segeberger Service-Clubs zusammengetan: Kiwanis, die beiden Lions-Clubs Segeberg und Bad Segeberg-Siegesburg, die Rotarier und der Round Table 148 Bad Segeberg. Die Organisatoren träumen von einer See-Promenade ganz in Weiß. „Am liebsten bis ganz runter in Doppelreihen“, sagt Göntje Braren vom Lions-Club Bad Segeberg-Siegesburg. „Wir planen erst einmal mit 350 Plätzen“, so Rotarier Pape. Weiß gedeckte Tische und Bänke werden gestellt und müssen von den White-Dinner-Gästen nicht mitgebracht werden. So bekomme man für die zehn Euro „Eintritt“ auch einen Service geboten, wirbt Pape. In Basel gebe es ein ähnliches Konzept, da kauften die Teilnehmer vorab einen weißen Stuhl als Eintrittskarte. „Da war die ganze Stadt in Weiß unterwegs.“

Für die Planung hoffen die Organisatoren also, dass viele Bad Segeberger den gestarteten Vorverkauf nutzen und sich in der Geschäftsstelle von Basses Blatt und LN einen Dinner-Platz mit Seeblick reservieren. LC Segeberg-Präsident Matthias Flucke aber betont: „Wir könnten die Tafel auch kurzfristig verlängern, das ist kein Problem.“

Mitbringen müssen die Teilnehmer weiterhin ihr Essen. „Wir werden nur Getränke zum Verkauf anbieten“, sagt Göntje Braren. Man müsse aber nichts kaufen, auch hier dürfe sich jeder selbst versorgen.

Für musikalische Untermalung des Abends wird gesorgt – passenderweise von der Kreismusikschule, die Begünstigte der Veranstaltung. „Jeder Service-Club hat ja sein Steckenpferd, also haben wir ein neues Projekt ausgewählt“, sagt Round Tabler Dirk von Pirch und freut sich, dass alle Clubs hier an einem Strang ziehen. „Im Grunde haben wir ja auch alle das gleiche Ziel“, so Detlev Kreimeyer von den Kiwanis. Nämlich helfen.

Und Musik verbindet, findet Göntje Braren. Doch ein Instrument zu lernen, sei teuer. „Bei der Blockflöte geht das noch, aber bei der Querflöte geht es schon los“, weiß Flucke. Jüngst hätten die Lions zwei Kindergeigen angeschafft. „Das waren 2000 Euro.“ Das könne sich natürlich nicht jeder leisten. Mit Hilfe der Spendeneinnahmen und der Kreismusikschule sollen bedürftige Kinder Zugang zum Musikunterricht erhalten, deren Eltern Hartz IV beziehen oder aufstocken müssen.

Auch deshalb bitten die Organisatoren mit dem Kartenkauf nicht erst auf die Wetterprognose zum Dinner zu warten. Selbst wenn es in Strömen regnen oder ein Termin dazwischen kommt, wäre das Geld nicht umsonst ausgegeben. Pape: „Dann wäre es noch eine Spende.“

Der Zweck: Musikstunden für benachteiligte Kinder

Karten für das White Dinner am Sonnabend, 16. Juli, ab 18 Uhr auf der Seepromenade in Bad Segeberg gibt es für zehn Euro in der Geschäftsstelle von Basses Blatt und LN in der Kurhausstraße 14 in Bad Segeberg.

Weiß eingedeckte Tische und Bänke werden gestellt, die Gäste müssen – in Weiß gekleidet – nur noch ihr Essen mitbringen. Vom Erlös soll Kindern aus finanzschwachen Familien Musikunterricht ermöglicht werden.

 Nadine Materne

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