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Im eigenen Geschäft gestohlen?

Norderstedt Im eigenen Geschäft gestohlen?

Verkäufer und Wachmann sollen im Heroldcenter zusammengearbeitet haben.

Norderstedt. Durch den Verkauf gestohlener Handys und Tablets wollten sich die Hamburger Ali S. (27) und Hassan Ü. (26, beide Namen geändert) eine dauerhafte Einnahmequelle verschaffen. Zu diesem Ergebnis kam jedenfalls die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen und klagte die beiden Männer wegen gewerbsmäßigen Diebstahls an.

Tatort der Diebstähle war ein Mobilfunkshop im Heroldcenter, weshalb der Prozess in Norderstedt stattfindet. Laut Anklage soll S., der als Verkäufer in dem Laden arbeitete, in der Zeit von Ende Januar 2013 bis Anfang April desselben Jahres mit seinem eigenen oder nachgemachten Schlüsseln aus verschlossenen Schränken, die teilweise mit Vorhängeschlössern, die nur mithilfe eines Sicherheitscodes zu öffnen waren, iPhones, Smartphones und Tablets im Wert von mehr als 10000 Euro entwendet und verkauft haben. Die Taten sollen teilweise auch durch den Mitangeklagten Ü., der damals als Sicherheitsdienstmitarbeiter in dem Einkaufszentrum beschäftigt war, begangen worden sein oder zumindest mit dessen Mitwirkung.

Wer genau was getan hat, wird schwer aufzuklären sein, da beide Angeklagten sich in Schweigen hüllten. Durch die Vernehmung von Zeugen versuchte Richter Jan Buchert, Licht in die Angelegenheit zu bringen.

Hauptbeweismittel gegen die beiden Angeklagten sind nach Aussage einer ermittelnden Polizistin ausgewertete Handy-Gespräche über den Nachrichtendienst „Whats App“, in denen sich die beiden Männer darüber unterhielten, dass sie am Wochenende oder abends in die Schränke sehen wollten, ob sich dort etwas Lohnendes finde. Die Alarmanlage wollte der Angeklagte Ü. dann ausschalten. Der Filialleiter des Mobilfunkladens, in dem insgesamt außer dem Angeklagten und ihm selbst nur eine weitere Mitarbeiterin tätig waren, berichtete davon, dass der Angeklagte S. seit November 2013 dort beschäftigt gewesen sei. Als zunächst einmal ein Handy gefehlt habe, habe man sich nicht gewundert, das sei gelegentlich vorgekommen. Im Januar hätten dann zwei iPhones im Wert von fast 1400 Euro gefehlt und im Februar insgesamt 15 Geräte im Wert von fast 6000 Euro. Eine Vielzahl weiterer Handys und Tablets fehlten im März und Anfang April. Das Vorhängeschloss zu dem Tresor, in dem sich der Schlüssel zu dem Schrank mit den teuren Geräten befand, war in einem Fall aufgebrochen worden. Es war offensichtlich, dass der Täter gute Kenntnisse von dem Inhalt der Schränke und teilweise auch der Sicherheitscodes gehabt haben musste. Da die Angeklagten einige der Diebstähle selbst anzeigten, fiel der Verdacht zunächst nicht auf sie.

Verkauft wurden die Handys über Ebay. Ein Käufer erzählte davon, dass er zwei Handys gesucht habe, ihm der Angeklagte S. jedoch insgesamt fünf Geräte zu einem günstigen Preis angeboten habe. „Die waren eingeschweißt und original verpackt, dass es gestohlene Ware war, wusste ich nicht“, behauptete Toni S. (31) im Zeugenstand. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Hehlerei eingeleitet, aber wieder eingestellt. Ein ihm fremder Mann habe ihm in Hamburg gegen Bargeld die Handys überreicht, so der Zeuge, den der Richter für nicht glaubwürdig hält. Der Zeuge will die Angeklagten nicht kennen, hat aber die Telefonnummer von S. gespeichert. Auch will er nur einmal einen Handykauf getätigt haben, in Wirklichkeit war er in mindestens zwei Käufe verwickelt.

In dem Fall wird es einen Fortsetzungstermin geben.

LN

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