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Immer Ärger mit dem Matschweg am See: Jetzt soll ein Steg her

Bad Segeberg Immer Ärger mit dem Matschweg am See: Jetzt soll ein Steg her

Es sind 70 bis 100 Meter Fußweg am Südufer des Großen Segeberger Sees, die schlechte Laune machen.

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Eine Zumutung: Millionen Euro wurden für die Promenade ausgegeben, auf der See-Südseite reicht das Geld nicht einmal für Wegebefestigung.

Bad Segeberg. Es sind 70 bis 100 Meter Fußweg am Südufer des Großen Segeberger Sees, die schlechte Laune machen. Einmal ist die Strecke gerade nach langen Regenperioden und Stürmen vor allem in den Wintermonaten überschwemmt und kaum begehbar. Außerdem werden die teuren Lampen, die die Stadt vor Jahren aufstellen ließ, regelmäßig von unbekannten Randalierern umgehauen.

LN-Bild

Es sind 70 bis 100 Meter Fußweg am Südufer des Großen Segeberger Sees, die schlechte Laune machen.

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„Das können wir unseren Gästen auf Dauer nicht zumuten. Eine Sauerei, da muss etwas passieren.“ Volker Stender (CDU)

Etwa acht Lampen fehlen schon, aus dem Boden ragen nur die Kabel, sind mit Plastikfolie zugedeckt. Ein trauriges Bild. Die Stadtpolitiker wollen sich jetzt der Sache annehmen.

„Drüben ist die schöne Seepromenade, hier ist nur Matsch, das fällt schon ab“, kritisiert eine Spaziergängerin. Eine andere empfiehlt der Stadt eine Gummistiefel-Ausleih-Station. Auch Stadtpolitiker Volker Stender (CDU) redet Klartext: „Das können wir unseren Gästen auf Dauer nicht zumuten. Das ist eine Sauerei, da muss etwas passieren.“ Bei einer Ortsbesichtigung war den Stadtpolitikern klar, dass man die Lampen „vandalismussicher“ aufstellen müsse. „Wir werden da vernünftige, tiefe Betonfundamente mit Winkelstahl aufbauen. Daran können wir die Leuchten befestigen“, hat schon der SPD-Frakionsvorsitzende Joachim Wilken-Kebeck einen konkreten Plan. „Wenn dann jemand dagegentritt, muss er zum Arzt“, prophezeit Wilken-Kebeck gegenüber den LN optimistisch. Nach seiner Ansicht sei beim Aufbau der Lampen an Beton („Das waren nur zwei Schaufeln“) gespart worden.

Für den Neuaufbau der Lampen am Seeuferweg spricht sich eine große Koalition aus CDU, SPD, BBS, Grüne und Unabhängigen aus. Nur die FDP, die damals schon gegen Beleuchtung gewesen war und das Desaster hatte kommen sehen, schert aus, möchte das teure Experiment abbrechen. In der Bauausschusssitzung stellte der Vorsitzende Wolfgang Tödt (BBS) aber eine klare Mehrheit für eine Neu-Installation der Lampen fest, und zwar so, „dass sie durch Vandalismus nicht mehr zerstört werden können“. Annelie Eick (Grüne) bat darum, erst die Kosten zu ermitteln. Unklar ist, ob noch in diesem Jahr mit der Erneuerung der Lichtanlage oder erst 2017 angefangen werden kann. Die Lampen-Herstellerfirma selbst habe schon eine Beteiligung in Aussicht gestellt. Ausschussvorsitzender Wolfgang Tödt: „Wenn die Leuchten dann doch wieder beschädigt werden, bleibt uns nur der Rückbau.“

Zweites Problem ist die häufige Überschwemmung des Uferweges. „Wir werden da nicht nachlassen, von der Holzbrücke bis zum Bootshaus der Ruderer muss etwas passieren“, fordert Tödt. Volker Stender:

„Für eine grundlegende Uferbefestigung müsste die Stadt auch Geld in die Hand nehmen.“ Auch er plädiert dafür, dort einen Hartholz-Steg anzulegen, den man trockenen Fußes begehen könne. Er hoffe auf Fördermittel. Inzwischen hat sich schon in öffentlicher Sitzung herumgesprochen, dass Joachim Wilken-Kebeck demnächst auf Amrum Urlaub machen möchte. Auch wenn es ausdrücklich keine Dienstreise wird:

Vom Bauausschuss bekam er einen klaren Recherche-Auftrag mit auf den Weg. Er soll auf der Nordseeinsel die Holzstege zwischen den Dünen erkunden und später dem Bauausschuss Vorschläge machen. Für Tödt ist klar: Mit einem Steg könnten alle Probleme gelöst werden. Unter dem Holz kann das Seewasser ungestört über das Ufer schwappen. „So sparen wir viel Geld für eine nicht mehr notwendige Sanierung des Uferstreifens.“ Und die Stadt wäre um eine kleine Attraktion reicher. Jetzt warten alle auf Wilken-Kebecks Steg-Erlebnisse von der Insel . . .

Von Wolfgang Glombik

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