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Segeberg In Wahlstedt sind jetzt Klimaschutz-Ideen gefragt
Lokales Segeberg In Wahlstedt sind jetzt Klimaschutz-Ideen gefragt
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21:32 24.05.2016
Auf dem Fahrrad statt mit dem Auto durch die Stadt, schon das bringt einen positiven Klimaschutz-Effekt – wenn viele mitmachen. Quelle: Fotos: Heike Hiltrop

Eine Ökostrom-Tankstelle gibt es in der Stadt. Etliche Firmen und Hausbesitzer habe Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern und auch das Schwimmbad wurde schon lange entsprechend umgerüstet. Teilweise sorgen LEDs für die Straßenbeleuchtung. Und Unternehmen wie Pelz und andere haben durch eigene Blockheizkraftwerke und Tageslichtsteuerung (Grundfos) schon kräftig an der Energieeffizienz-Schraube gedreht. Kurz: Es tut sich ordentlich was in Sachen Einsparung von Kohlenstoffdioxid (CO2). Doch nun hat sich Wahlstedt ein hohes Ziel gesteckt: Mittelfristig eine 100-prozentige Klimaschutz-Stadt will der knapp 9500 Einwohner zählende Ort werden und sich so zukunftsorientiert aufstellen.

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Mit einem Konzept, das von Unternehmen, Bürgern, Politik und Verwaltung gemeinsam erarbeitet und getragen wird, will die Stadt ihren CO2-Fußabdruck verkleinern.

Bis Ende Oktober soll in einem Konzept alles gebündelt werden, was dafür angeschoben werden kann. Beraten wird die Stadt dabei vom Klimaschutzmanager des Kreises Segeberg, Heiko Birnbaum. Bürger sollen sich dabei mit ihren Ideen und Vorschlägen für geeignete Maßnahmen einbringen. Es gehe um Klimaschutz zum Mitmachen, betont Wahlstedts Bürgermeister Matthias Bonse (CDU). Kostenpunkt des Konzeptes: 36000 Euro, von denen 85 Prozent als Förderung durch das Bundesumweltministerium dazugesteuert werden.

„Das Klimaschutzkonzept wird eine Strategie sein, wie alle zum großen Ziel, der Begrenzung der Erwärmung der Erdatmosphäre, beitragen können“, heißt es auf der Homepage der Stadt. Was jeder Bürger zur Verringerung des eigenen CO2-Fußabdrucks tun kann, da gibt es etliche Möglichkeiten: Von der Erdwärmepumpe fürs eigene Haus bis hin zum Verzicht auf Plastikverpackungen.

Auf das Auto verzichten ist eine weitere. So wie Brigitte Hallbauer es tut: „In Wahlstedt kann man alles ganz prima mit dem Fahrrad erledigen, ich habe gar kein Auto“, so die 63-Jährige. „Es gibt sogar Fahrradnavis und Tachos, die angeben, wie viel CO2 man auf einer Strecke spart, wie viele Bäume man so gerettet hat“, weiß Wahlstedts Fahrradhändler Holger Wollgast vom Radhaus.

Das Klima-Konzept soll unter anderem Antwort geben auf Fragen, wie beispielsweise die Energieversorgung dreier geplanter neuer Wohngebiete gemanagt wird und woher diese Energie kommen soll. Welche Gebäude in der Stadt noch nicht gedämmt sind oder woher neu anzusiedelnde Industrie ihre Energie bekommt. Zusammenfassend soll also Einfluss auf energetischen Hausbau und Sanierungen, den Energievergrauch von Gewerbe und Industrie, aber auch den Verkehr genommen werden.

Ein Besuch an der Strom-Zapfsäule in der Kieler Straße. „Es ist sehr selten, dass die mal jemand nutzt“, räumt Tankstellenpächter André Gohert-Pawletta ein. Gelegentlich seien es vor allem Norweger, die Strom bei ihm tanken würden, „aber aus der Stadt selbst niemand“. Nicht nur hier ist also Luft nach oben. Überall, in jedem Haushalt, in städtischen Liegenschaften und Anlagen, bei Dienstleistern im Handwerk und Gewerbe gebe es noch viel Potenzial, da sind sich Experten, Politik und Verwaltung einig.

Termin für Bürgerbeteiligung steht

Alle Wahlstedter sind aufgefordert, sich an dem Klimaschutz-Vorhaben mit Vorschlägen zu beteiligen. Deswegen wird es am Mittwoch, 1. Juni, ab 18 Uhr eine Veranstaltung in der Begegnungsstätte an der Waldstraße 1 geben, zu der jeder willkommen ist. Wer keine Zeit hat, sich aber dennoch einbringen möchte, der kann dies auch per E-Mail machen. Alle nötigen Infos, auch zum „Fahrplan“ für das Vorhaben finden sich auf der Homepage: www.klimaschutz-wahlstedt.de. Für Mittwoch, 15. Juni, ist ein Workshop der Arbeitsgruppe Energie und Wärme im Rathaus geplant. hil

Heike Hiltrop

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