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Segeberg In der alten Schule in Seth geht es vorwärts
Lokales Segeberg In der alten Schule in Seth geht es vorwärts
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20:57 28.07.2017
Fast fertig ist der ehemalige Gemeinderaum. Nach der Sommerpause werden hier Vorschulkinder betreut. Bürgermeisterin Maren Storjohann und Kita-Leiterin Antje Nöhr freuen sich über den Fortschritt. Quelle: Fotos: S. Domann

 Ein Vorschulprojekt wird hier nach der Sommerpause stattfinden, unterschiedliche Lernbereiche sind eingerichtet, es geht um Zahlen, Buchstaben, Experimentieren, Kreatives. Weil der Träger der Kita das DRK ist, gibt es auch eine Erste-Hilfe-Station.

Kita bekommt neue Räume in dem Gebäude – Vorschulprojekt startet.

„Unser Kindergarten platzt aus allen Nähten, wir haben so viele Anmeldungen, dass eine fünfte Gruppe aufgemacht wird“, erklärt Bürgermeisterin Maren Storjohann (CDU). Da weder Anbau noch Neubau möglich sind, wird mit dem Vorhandenen, der alten Schule, gearbeitet. So wurde der ehemalige Gemeinderaum in ein Zimmer für die Kita umgewandelt. Da die zusätzliche Fläche noch nicht ausreicht (eine Mensa wird dringend benötigt) ist geplant, eine der beiden Wohnungen im Obergeschoss für die Kita umzubauen. Denn im ersten Stock hat die Kita Räuberhöhle bereits einen Gruppenraum.

Eigentlich war geplant, die kleinere Wohnung, die für Asylanten vorgehalten wurde, zu nutzen. Doch nun soll die mittlere in einen Gruppenraum umgewandelt werden. Welches laut beauftragten Architekt Achim Kölbel einfacher und kostengünstiger sei. Außerdem bilden so die Räume eine Einheit und haben ein gemeinsames Treppenhaus. „Ich konnte die Mieter der mittleren Wohnung überzeugen, in die etwa 20 Quadratmeter kleinere Wohnung umzuziehen. Diese muss nun erst einmal renoviert werden“, sagt Maren Storjohann und ergänzt, dass der Architekt selbst Schüler der alten Sether Schule gewesen sei und Erinnerungen mit dem Gebäude verbinde. „Er geht mit dem Gebäude und verändert Dinge harmonisch“, sagt Kita-Leiterin Antje Nöhr begeistert.

Für die beiden Frauen sei der Umbau eine gute Sache. Denn die Dorftradition, das Gebäude als Haus der Kinder zu nutzen, bleibe erhalten und werde weitergeführt. Damals waren es Schüler, jetzt sind es Kita-Kinder, sagt die Bürgermeisterin. 80 000 Euro waren für den Umbau der kleineren Wohnung vorgesehen, doch für Renovierung und Umbau der größeren Wohnung gibt es noch keine konkrete Kostenschätzung. Auch im großen Garten der Räuberhöhle hat sich einiges getan. Zwei Spielgerüste, die über eine Spende des Vereins Kleine Sether und mit Mitteln der Gemeinde finanziert wurden, wurden in Eigenleistung von Vätern errichtet. Mit einem Grillabend bedankten sich Bürgermeisterin und Kita-Leiterin.

Ebenfalls nimmt der neue Gemeinderaum Gestalt an. Er befindet sich nun im Erdgeschoss des Jugendhauses (neben der alten Schule gelegen). Gerade wird die Einbauküche montiert. Der Jugendraum liegt nun im Obergeschoss, den zuvor die Räuberhöhle genutzt hat. Da mit dem Umzug nicht alle Sether zufrieden sind, ist der neue helle Gemeinderaum in der gleichen Wandfarbe wie der alte gestrichen wurden.

Auch Gardinen und Jalousien sind die gleichen, wegen der Wiedererkennung.

9000 Euro haben Renovierung und Einrichtung des Raumes sowie die Küche gekostet. 40 Besucher finden Platz. Selten hätten Vereine Versammlungen mit 40 Menschen, erzählt die Bürgermeisterin und hofft darauf, dass Vereinsmitglieder den neuen Gemeinderaum annehmen. Außerdem sei es keine Lösung für die Ewigkeit. Denn die Sether Gemeindevertreter überlegen, ein neues Feuerwehrhaus mit Gemeindehaus zu bauen.

 Silvie Domann

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