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In dieser Kleinstadt ändert sich gar nichts

In dieser Kleinstadt ändert sich gar nichts

Das ewige Einerlei einer Kleinstadt kann Jugendlichen ganz schön auf die Nerven gehen.

Das ewige Einerlei einer Kleinstadt kann Jugendlichen ganz schön auf die Nerven gehen. Das ist in „Strampfbüttel“ nicht anders, selbst wenn die 15000-Seelen-Gemeinde aufgewertet wurde und den Zusatz „Europa City“ bekommen hat. Wie sieht der Alltag der Jugend aus, wie vertreiben sie sich ihre Zeit, was denken und fühlen sie? Der junge Bad Segeberger Jacques Götzmann hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und das Theaterstück „Europa City – Small Town Rebellion“ geschrieben. Das Theaterspielforum der Jugendakademie in Bad Segeberg unter Leitung von Thomas Minnerop hat es am Wochenende aufgeführt.

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Das ewige Einerlei einer Kleinstadt kann Jugendlichen ganz schön auf die Nerven gehen.

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Halbleerer Bierkasten, Sisha, Flasche Korn. Auf speckigen Möbeln sitzen Jugendliche, tragen zerrissene Kleidung oder bierbefleckte Unterwäsche (Foto). Fantasievolle Zuschauer stellen sich die olfaktorische Note vor. . . Gängige Klischees werden überspitzt, über die Gegebenheiten Bad Segebergs hergezogen, denn Strampfbüttel ist nichts anderes als die Kreisstadt. Vor allem das jugendliche Publikum lacht, da reicht schon ein Rülpser.

Sie diskutieren nicht wirklich, sie reihen Kleinstadtmief aneinander. Langeweile und Geborgenheit, die große weite Welt auf der anderen. „Fick Dich“ scheint die Antwort auf alle Fragen zu sein. Auch auf die nach dem Sinn des Lebens? Klar könnten sie selbst etwas auf die Beine stellen, kritisch, verantwortungsbewusst und die Welt rettend tätig sein. Aber wollen die Jugendlichen das wirklich, schließlich bedeutet das Arbeit. Shoppen, saufen und facebooken ist doch auch ganz schön. Text und Foto: Silvie Domann

Heute und morgen 20 Uhr in der Jugendakademie. Karten für acht, ermäßigt fünf Euro unter www.vjka.de

Haydn – in Wort und Musik erklärt

„Da war ja aber auch alles falsch“, kritisierte scherzhaft Axel Milberg (Hauptkommissar Klaus Borowski im „Tatort“) die Begrüßung von Hans Caspar Graf zu Rantzau in Pronstorf : „Ich bin nämlich nicht Kommissar, ich bin Schauspieler. Und Caspar Frantz ist zwar der Neffe von Justus Frantz, er ist aber auch Caspar Frantz.“ Und so humorvoll wie diese Entgegnung hatte dieser Abend Minuten zuvor auch begonnen: Milberg saß am Flügel und intonierte die ersten Takte von Haydns Aria in Es-Dur, bis er mit dem Hilfe-Ausruf „Caspar, wo bist Du?“ den Profi ans Klavier holte. So wie auf dem Foto unten hatte dann alles wieder seine Ordnung . . .

Gestützt auf die Haydn-Biographien von Giuseppe Carpani und Georg Griesinger zeichneten Milberg und Frantz (auch mit einer Mozart-Transkription aus dem „Requiem“) ein genaues wie humorvolles Bild des Joseph Haydn (1732 - 1809) von seiner bescheidenen Herkunft über das anfängliche Vorhaben, ihn als Schüler des Stephansdom-Chores „sopranisieren“ (sprich: zum Kastraten machen) zu wollen, bis zur unglücklich verlaufenen Ehe mit Anna Keller. Haydns Sichtweise auf Mozart stand im Vordergrund: „Ich habe den Mann zu lieb!“ Text und Foto: Lothar Kullack

Trio, Quartett, Folkband

Das so wunderbar verhalten beginnende Presto aus Haydns Klaviertrio Es-Dur, Hob. XV:30, vom Trio Magdalena Müllerperth (Klavier), Lukas Stepp (Geige) und Jonathan Weigler (Cello, Siehe Foto). Oder die „Irish Folk Night“ am Sonnabend, die so auch in Irland für Furore gesorgt hätte. Oder der grandiose Schlusspunkt in Stocksee , als das „Ensemble Prisma“ zum 400. Todesjahr von William Shakespeare Bearbeitungen von Otto Nicolais „Die Lustigen Weiber von Windsor“ und Prokofieffs „Romeo und Julia“ zelebrierte: Ein Musikfest hat stets mehrere Höhepunkte, je nach Geschmack des Zuhörers. Für manche war das „Vision String Quartett“, Gewinner des jüngsten Mendelssohn-Wettbewerbs in Berlin, das Highlight der zwei Tage von Stocksee. Jakob Encke und Daniel Stoll (beide Geige), Sander Stuart (Bratsche) und Leonard Disselhorst (Cello) hatten sich Haydns berühmtes „Kaiserquartett“ sowie Tango- und Jazzstücke ausgewählt. Die Intensität dieses Quartetts mag auch daher rühren, dass die vier Herren grundsätzlich nicht vom Blatt, sondern auswendig spielen.

Ein Gewinn für das SHMF ist in jedem Fall die Öffnung für andere Musikrichtungen außer der „Klassik“ wie auch der Beifall für die irische Sängerin Gráinne Holland und ihre Band bewies.

Text und Foto: Lothar Kullack

Ein Festival – auch für Kinder

Nicht immer bringen die Kinder unter den pro Tag 2000 Zuhörern auf dem Stockseer Kirschenhof genügend Ruhe und Konzentration zum Zuhören auf, vor allem wenn sie kleiner sind. Was tun?

Für Unterhaltung der Kinder ist in Stocksee stets gesorgt. Sei es, dass Zauberer Roland Henning (Foto), bekannt vom Zaubertheater Lübeck, sie unterhält. Oder dass der Nachwuchs die Kindermusikwerkstatt von Lotte Schwarz und Jantje Fischhold besucht. Dort wird unkompliziert Musik geprobt, und für den Auftritt am Sonntag bekamen die Kinder herzlichen Beifall.

Foto: Kullack

Die nächsten Konzerte

Kuhstallkonzerte (Beginn jeweils 19.30 Uhr): Mittwoch, 20. Juli: Musikkabarett mit Reinhold Wolf und Thomas Palm. Donnerstag, 21. Juli: Liederabend mit Werken von Carl Loewe, Thomas Mohr (Tenor), Thomas Palm (Klavier).

SHMF (Beginn jeweils 20 Uhr): Mittwoch, 20. Juli, Bad Segeberg: „Cellissimo“ mit den drei Cellisten Jens Peter Maintz, Chiara Enderle und Andrei Ionita mit Werken von Couperin, Haydn, Beethoven und anderen. Mittwoch, 27. Juli, Pronstorf: Das Kibardin-Quartett präsentiert eine Hommage an Astor Piazolla und Efim Jourist (Tango). Mittwoch, 3. August, Pronstorf: Meister-Bratschist Nils Mönkemeyer kommt mit Vorjahr-Bundessiegern nach Pronstorf: Lara Boschkor (Geige), Valentino Worlitzsch (Cello) und William Youn (Klavier).

Karten unter www.kuhstallkonzerte.de und www.shmf.de

Tanz mit den Händen

Doppeltes Jubiläum in Kleinkummerfeld : Zum 20-jährigen Bestehen der Kuhstallkonzerte (KKKK) auf Hof Isemohr hatte Intendant Thomas Mohr das Lübecker Salonensemble eingeladen. Die acht Herren im Frack stehen auch seit 20 Jahren auf der Bühne. So passte auch der Titel der Konzertrevue „Das gibt’s nur einmal“ zum Doppelereignis. 250 Zuhörer ließen sich von der witzigen Musikshow mit viel Klamauk begeistern. Ob Tango, Foxtrott oder Walzer, einige der Zuhörer wippten mit den Füßen den Takt, andere sangen mit und erinnerten sich selig lächelnd an ihre Jugendzeit. Tanz-, Film- und Salonmusik sowie Zigeunerweisen spielte das Ensemble. Eine Hochzeitsnacht im Paradies oder Bel Ami, dem sämtliche Frauenherzen zu Füßen liegen – die Musiker spielten, sangen und illustrierten die Lieder aus den 20- bis 40ern. So steckten sich alle acht Blumen ins teilweise schüttere Haar oder ließen ihre Hände tanzen (Foto), um das verzwickte Beziehungsgeflecht der Operette „Die drei armen Mädels“ verständlich zu machen. Auch der arme Gigolo fehlte nicht, der die Herzen der Frauen höher schlagen ließ. Der guten Stimmung konnte der Nieselregen nichts anhaben, zumal ein Großteil der Zuhörer gut ausgerüstet war. Den anderen händigte Hausherr Mohr Regencapes aus. Text und Foto: Silvie Domann

LN

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