Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg In sechs Minuten durch den Erlebniswald
Lokales Segeberg In sechs Minuten durch den Erlebniswald
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:24 26.10.2013
Rüdiger Rink ging gestern mit seinen Siberian Huskys als erstes Achtergespann an den Start der gut zweieinhalb Kilometer langen Strecke. Quelle: Fotos: hil
Trappenkamp

Schon von weitem ist das durchdringende Heulen von vielen Hunden zu hören. Sie wollen rennen, den 35 Kilogramm schweren Rollwagen im gestreckten Lauf hinter sich herziehen. Rund 80 Schlittenhundfahrer und ihre nordischen Vierbeiner haben ihr Lager am Erlebniswald Trappenkamp aufgeschlagen. Sie kommen aus Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und sogar aus Dänemark. Mit im Lager aus Zelten, Wohnmobilen findet sich eine riesige Schar aus Siberian Huskys, Alaskan Malamute, aber auch Samojeden und Mischlingen nordischer Hunderassen. Zum 15. Mal trägt der mittlerweile 30 Jahre alte Schlittenhunde-Sportverein Nord (SSV Nord) das internationale Rennen aus.

Eines sucht man vergebens: Schlitten. Denn alles ist schneefrei. Darum ziehen die Hunde alleine oder im Gespann beinahe alles hinter sich her, worauf man rollen kann — Fahrräder, Roller und Wagen.

Aber auch Läufer gehen an den Start der normalerweise viereinhalb Kilometer langen Strecke durch den Erlebniswald. Doch dieses Mal ist es bei 17 Grad einfach zu warm. So musste die Rennstrecke gestern zunächst auf dreieinhalb und später auf nicht einmal drei Kilometer gekürzt werden. „Die Temperaturen sind an der Grenze“, sagt Rüdiger Rink, ein erfahrener Schlittenhundesportler, der seit mehr als 20 Jahren dabei ist.

Keine Trans Thüringa, mit 280 Kilometern in sieben Etappen das längste Schlittenhunderennen Mitteleuropas, lässt er aus. Im Alltag ist er Außendiensttechniker für medizinische Geräte, aber seine und die Freizeit seiner Frau gehört den Hunden. Der 47-Jährige sieht sich eher als Pilot denn als Musher, wie die Schlittenhundelenker sonst auch genannt werden. Dennoch war es auch bei Rink die Abenteuerlust und die wilder Natur in eisiger Kälte, gepaart mit dem Charakter der zähen Huskys, die ihn zu seinem Hobby brachte.

Rüdiger Rink ging gestern mit seinem großen Achtergespann zuerst auf der Bahn. Mit den Leithunden „Lola“ und „Olga“ brauchte er knapp sechs Minuten für die Strecke. Aber es gibt auch die, die einfach nur dabei sein wollen, so wie Michael Fenske mit der ganzen Familie und seinen Samojeden „Eddie“ und „Koda“, oder Ingenieurin Julia Meyer aus Stade mit ihrem Malamute-Mischling, die den Sport erst vor 16 Monaten für sich entdeckt hat. „Aber bald kommt der zweite Hund, und wer weiß, vielleicht werden wir auch noch ein Gespann.“

Das Schlittenhunderennen geht heute um 10 Uhr weiter (bis 15 Uhr). Erlebniswaldbesucher mit Hund müssen einen gültigen Impfpass ihres Tieres mitbringen.

Heike Hiltrop

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Liberalen wählten eine neue Führungsmannschaft. Katharina Loedige als Vorsitzende verabschiedet.

26.10.2013

Junge Strukdorfer können sich allenfalls noch an die „Eintagsfliegen“ erinnern, die 2010 aufgelöst wurden.

26.10.2013

Wer sich Bad Segeberg und seiner Geschichte verbunden fühlt, der kommt an diesem Kalender nicht vorbei: Rechtzeitig einige Wochen vor der Vorweihnachtszeit legen Peter Zastrow ...

26.10.2013