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Segeberg Innenminister auf Stippvisite in Kaltenkirchen
Lokales Segeberg Innenminister auf Stippvisite in Kaltenkirchen
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20:13 20.04.2017

Das neue Logistikzentrum des Gabelstapler-Herstellers Jungheinrich in Kaltenkirchen glich gestern einem Hochsicherheitstrakt. Zahlreiche Polizeibeamte an der Straße, vor und im Gebäude bewachten den Auftritt von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, der sich für einen Kurzbesuch angesagt hatte. Die 130 Gäste, die der CDU-Kreisverband zu dieser Wahlkampfveranstaltung in das Gewerbegebiet nahe der Autobahn eingeladen hatte, mussten sich strengen Kontrollen unterziehen.

Nachdem ihm die Geschäftsleitung unter Ausschluss der Öffentlichkeit das Hochregallager gezeigt hatte, das das Unternehmen 2015 für sein Norderstedter Werk für 36 Millionen Euro errichtet hat, stellte der Minister die Eckpunkte seiner Sicherheitspolitik vor.

Deutschland müsse sich im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, der organisierten Kriminalität, den Cyberangriffen im Internet und der Verrohung der Gesellschaft behaupten, führte Maizière aus. „Wir sind im Fokus und für viele das Feindbild“, sagte der Minister. „Wenn die Kriminalität keine Grenzen kennt, dürfen wir auch keine Grenzen kennen.“ Darum sei es nach dem Anschlag von Berlin unbedingt erforderlich, dass Bund und Länder eine gemeinsame Sicherheitspolitik betrieben. „Es darf keine Zonen unterschiedlicher Sicherheit im Anti-Terror-Kampf geben.“ Für den Landtagswahlkampf riet der Minister seiner Partei, sich auf „die Mehrheit der Bevölkerung“ zu konzentrieren. „Das Gemeinwohl ist nicht die Summe der Minderheiten. Im Zentrum unserer Politik müssen die Normalos stehen.

Leute wie Sie“, sagte Minister de Maizière mit Blick auf die Gästeschar.

Zuvor hatte Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause die Bedeutung des modernen Unternehmens für seine „prosperierende Stadt“ herausgestellt. „Wirtschaft ist das, was die Kommunen brauchen.

Kaltenkirchen profitiert von solchen Unternehmen wie es Jungheinrich darstellt.“ Und das befinde sich seit Jahren im Aufwind, hob Jungheinrichs Vorstandschef Hans-Georg Frey hervor. Seit der weltweiten Finanzkrise im Jahre 2009, die auch dem Maschinenbauer zu schaffen machte, sei die Belegschaft von weltweit 10000 auf 15000 Mitarbeiter gewachsen. Allein in Deutschland habe Jungheinrich 2500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Der Umsatz bei 110000 verkauften Fahrzeugen steige dieses Jahr auf 3,4 Milliarden Euro an. „Wir sind die Nummer zwei in Europa und die Nummer drei weltweit und wachsen über den Branchendurchschnitt um zehn Prozent“, sagte Frey. „Wir sind das am dynamischsten wachsende Unternehmen in der Industrie.“

Dem Minister de Maizière gab Vorstandschef Frey noch „als Rucksack für Berlin“ mit auf den Weg, dass der Bund insbesondere die digitale Infrastruktur im Land fördern müsse, weil die gerade für den Maschinenbau heute von „zentraler Bedeutung“ sei, sagte Frey. Wenn früher Straßen, Häfen und Flughäfen die wichtigsten Verbindungen zum Kunden waren, seien es heute die digitalen Autobahnen im weltweiten Datennetz.

Burkhard Fuchs

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