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Segeberg Intelligentes Solarpanel: Immer der Sonne entgegen
Lokales Segeberg Intelligentes Solarpanel: Immer der Sonne entgegen
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20:17 04.02.2016
Sie haben für das Projekt die Berechnungen gemacht: Ole Dransfeld (18, Neversdorf, l.) und Karsten Simmen (23, Todesfelde). Quelle: Fotos: Dreu

Projektwoche im Berufsbildungszentrum (BBZ) bedeutet nicht mehr, nur Theorie zu büffeln, sondern Gelerntes anzuwenden und in die Tat umzusetzen. Für die 17 Schüler des Fachbereichs Maschinenbau- und Elektrotechnik hieß das, eine automatische Nachführeinrichtung für ein Solarpanel zu bauen — damit es immer im günstigsten Winkel zur Sonneneinstrahlung ausgerichtet ist.

Am Anfang ihrer Arbeit standen mathematische Formeln und Recherche im Internet, denn Berechnungen zum Sonnenauf- und untergang und zum Einstrahlwinkel der Sonnenstrahlen sind wichtige Voraussetzungen für alle weiteren Arbeiten. Noch bevor alle anderen Schüler anfangen konnten, musste deshalb Ole Dransfeld ran. Der 18-Jährige aus Neversdorf hat den Computer so programmiert, dass alles wie am Schnürchen laufen müsste — zumindest in der Theorie. Jeweils am 15. eines Monats soll sich das Solarpanel wie von Geisterhand selbst auf den jeweiligen Stand der Sonne ausrichten. Zwölf Monate hat der Schüler dafür programmiert.

Am Montag schließlich machten sich seine Mitschüler an die Umsetzung der Aufgabe. Manches ließ sich für die Aufgabe leicht umsetzen, einzelne Schritte aber ließen die Schüler verzweifeln. „Es gab teilweise Phasen, wo es einfach nicht weiterging“, erzählt Lukas Dreyer (19) aus Itzstedt. Besonders wichtig seien die Absprachen zwischen den Schülern beider Fachbereiche gewesen. Die Elektrotechniker mussten wissen, was die Maschinenbautechniker überhaupt umsetzten können und umgekehrt.

Von ihrem Ehrgeiz, das Solarpanel nicht nur vertikal, sondern auch horizontal ausrichten zu können, mussten sich die Schüler allerdings ziemlich rasch verabschieden. „Mit den vorhandenen Mitteln hätten wir das nicht geschafft. Ein zusätzlicher Motor wäre notwendig gewesen“, berichtet Lukas Dreyer. Rechnen würde sich die ganze Arbeit nicht, zumindest bei der Größe des Panels wäre der Stromverbrauch für Motor und Computer höher als der erbrachte Nutzen. Doch das ist für schulische Zwecke auch Nebensache, denn ihre Konstruktion wollen die Schüler den nachfolgenden Klassen hinterlassen. Sie werden ab dem kommenden Schuljahr allerdings nicht mehr in Elektrotechnik und Maschinenbautechnik unterteilt, sondern lernen dann das gemeinsame Fach Umwelttechnik.

Doch nicht nur die Techniker hatten in der vergangenen Woche an Projekten gearbeitet, auch andere Klassen stellten sich den praktischen Aufgaben. Die Klasse BGW 14 (Wirtschaft) beschäftigte sich mit der Klimakultur einschließlich Atomausstieg und Energiegewinnung durch Müllverbrennung mit Erstellung einer Kosten-Nutzen-Rechnung.

Die beiden Klassen der Fachrichtung Gesundheit widmeten sich den Themenfeldern Sport und Gesundheit sowie Ernährung und Ernährungsproblemen.

pd

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