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Segeberg Intensivtäter aus Trappenkamp vor Gericht
Lokales Segeberg Intensivtäter aus Trappenkamp vor Gericht
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15:40 12.01.2019
Randale im Sportlerheim des TV Trappenkamp Quelle: SGB
Trappenkamp/Kiel

Die umfangreichen Verwüstungen, die zwei 20 und 19 Jahre alte Männer im Mai vergangenen Jahres auf dem Gelände des TVT in Trappenkamp angerichtet hatten, waren offenbar nur die Spitze des Eisbergs eines umfassenden Strafregisters. Gegen beide wird zurzeit vor dem Jugendschöffengerichten in Bad Segeberg und in Schleswig ein ganzer Katalog von Anklagepunkten verhandelt.

Sportanlagen zerstört, Fenster eingeworfen

Das Duo infernale hatte am 16. Mai 2018 auf dem Sportgelände und dem Vereinsheim des TVT massive Schäden angerichtet. Sportanlagen wurden von den beiden jungen Männern zerstört, Schmiererien hinterlassen, Fenster eingeworfen. In der Gaststätte richteten sie bei ihrer Tour ebenfalls Verwüstungen an, zerschmissen Flaschen und Einrichtungsgegenstände. Im Keller einer zu diesem Zeitpunkt leer stehenden Einliegerwohnung, in dem sich das Aktenarchiv des Vereins befand, legten sie überdies ein Feuer. Der rein monetäre Schaden belief sich dabei auf rund 80 000 Euro. Gegenüber der Polizei hatten sie die Tat damals gestanden. „Lust an der Zerstörung“, gaben Sie als Motiv an.

In der Verhandlung gegen den 20-Jährigen, der in der Justizvollzugsanstalt Neumünster inhaftiert ist, war dies aber nur einer von etlichen Anklagepunkten. Die Kieler Staatsanwaltschaft wirft ihm darüber hinaus auch Raub, Körperverletzung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Nötigung, Verstoß gegen das Waffengesetz, sowie diverse Wohnungseinbruchdiebstähle vor.

Umfangreiches Vorstrafenregister

Wie bei dem Prozess ans Licht kam, waren die beiden Intensivtäter wohl auch verantwortlich für einen Autoraub am 25. Juli 2018. Wie die LN damals berichteten, hatte eine 77 Jahre alte Frau aus einer Gefälligkeit heraus die beiden am Gönnebeker Weg in ihr Auto steigen lassen, um sie mit nach Trappenkamp zu nehmen. Dort angekommen, hielt ihr einer der beiden, offenbar der Jüngere, eine Schreckschusswaffe vors Gesicht und zwang die Seniorin zum Aussteigen. Mit dem Renault der Frau drehten die beiden anschließend ein paar Runden über Land, was dann in einem Graben und mit einem kaputten Auto in Krems II endete.

Für den 19-Jährigen war das ein Vergehen zu viel. Wie sein Komplize hatte er auch ein umfangreiches Vorstrafenregister aufgebaut. Das Amtsgericht Bad Segeberge ordnete deshalb die Untersuchungshaft gegen den Heranwachsenden an. Seither befindet er sich in der Jugendstrafanstalt in Schleswig, wo auch die Verhandlung gegen ihn geführt wird. Sein ein Jahr älterer Mittäter kam zu diesem Zeitpunkt zwar noch einmal davon. Nachdem er sich nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mehreren Wohnungseinbrüchen schuldig gemacht hatte, wurde auch er ein paar Wochen später in die Untersuchungshaft gesteckt. „Zudem besteht eine Drogensucht. Deswegen war von einer erheblichen Wiederholungsgefahr auszugehen“, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler den LN.

Vor dem Jugendschöffengericht in Bad Segeberg räumte der anwaltlich vertretene 20-Jährige zwar mehrere der ihm zur Last gelegten Taten ein, bestritt aber unter anderem, mit der Brandstiftung im Sportlerheim etwas zu tun gehabt zu haben. Der Prozess gegen ihn wird am 18. Januar fortgesetzt. Dabei sollen mehrere Zeugen vor Gericht gehört werden.

Oliver Vogt

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