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Segeberg Interne Querelen: Aderlass bei den Trabis
Lokales Segeberg Interne Querelen: Aderlass bei den Trabis
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20:57 13.10.2017
„Die Meinungsverschieden-heiten innerhalb der Trabis waren für mich nicht mehr tragbar.“ Astrid Niels

In den Reihen der Kommunalpolitiker war es schon durchgesickert, dass Astrid Niels den Trabis den Rücken gekehrt hat. Dazu nahm sie während der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag Stellung.

Nur acht Monate vor der Kommunalwahl im Mai gibt es bei den Trabis Veränderungen in der Gemeindevertretung. Statt Sven-Uwe Jahn ist nun Ute Böse Fraktionsvorsitzende. Astrid Niels dagegen trat nicht nur aus der Fraktion, sondern ganz aus der Trappenkamper Wählergemeinschaft aus.

„Am 5. Oktober bin ich aus der Wählergemeinschaft ausgetreten. Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Trabis waren für mich nicht mehr tragbar“, sagte die Gemeindevertreterin, die immerhin rund 20 Jahre Mitglied der Wählergemeinschaft war.

Und diese internen Meinungsverschiedenheiten haben offenbar auch dazu geführt, dass der Fraktionsvorsitz wechselte. Nach LN-Informationen hat es immer wieder Kritik am bisherigen Fraktionschef Sven-Uwe Jahn gegeben. Die Trabis (Wählergemeinschaft Trappenkamper Bürgerinteressen), die 1998 gegründet und sofort in die Gemeindevertretung eingezogen war, verfügt jetzt noch über sieben Sitze im Gemeindeparlament, die SPD über neun Sitze. „Von dem zweiten Treffen der Trabis an bin ich dabei gewesen. Eine Freundin hatte mich damals mitgenommen“, erzählte Astrid Niels einen Tag nach der Sitzung. Ein bisschen Wehmut sei dabei, wenn sie an die Anfänge der Wählergemeinschaft zurückdenke. Aber es habe zu viele Meinungsverschiedenheiten über zu viele Dinge gegeben. Der Wechsel im Fraktionsvorsitz sei nur das I-Tüpfelchen gewesen, das das Fass zum Überlaufen gebracht habe. „Ein solcher Wechsel macht so kurz vor der Kommunalwahl überhaupt keinen Sinn“, glaubt die Gemeindevertreterin, die zwar aus Fraktion und Wählergemeinschaft ausgetreten ist, ihr Mandat aber behalten möchte. Das sei sie denen schuldig, die sie gewählt hätten.

Auch den Vorsitz des Ortsentwicklungsausschusses, der von vielen Seiten anerkennend gelobt wird, möchte sie gerne bis zum Ende der Legislaturperiode weiterführen. „Bis dahin sind es noch zwei Sitzungen. Jetzt einen neuen Vorsitzenden zu wählen, macht ebenfalls keinen Sinn“, so Astrid Niels. Sie weiß aber auch, dass sie ihren Platz räumen müsste, falls SPD oder Trabis eine Neubesetzung beantragen würden.

Ob sie zur Kommunalwahl im Mai als parteilose Kandidatin antreten werde, weiß sie noch nicht. „Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Den Schlussstrich zu ziehen, war für mich ein schwerer Schritt. Ich muss erst einmal sehen“, sagt sie.

Von Petra Dreu

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