Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Ist der mysteriöse "Pokémon Go"-Superspieler ein Cheater?
Lokales Segeberg Ist der mysteriöse "Pokémon Go"-Superspieler ein Cheater?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:51 28.07.2016
Quelle: dpa
Anzeige
Bad Segeberg

Der Hype um das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ geht auch an der Kreisstadt nicht vorbei. Die Jäger der Taschenmonster sind überall und kaum zu übersehen – mit gesenkten Blick über dem Handy und dem Kabel zur Powerbank in der Tasche – an der Promenade, der Marienkirche, auf dem Kalkberg. Weltweit macht das Spiel Schlagzeilen, etwa über die vermeintlich besten Spieler auf Level 30 – von bisher erreichbaren 40. Denn: Die sogenannten Erfahrungspunkte, die ein Spieler dafür erreichen muss, sind exorbitant für die kurze Zeit seit Spielstart: gut zwei Millionen. Umso mehr überraschte gestern ein Spieler in Bad Segeberg die Szene, der bereits auf Level 31 steht und damit zu den besten der Welt gehören dürfte.

 

Level 31 in Pokémon Go haben weltweit nur wenige erreicht.

In der virtuellen Arena an der Marienkirche, in der die Trainer verschiedener Teams ihre Pokémons gegeneinander antreten lassen, schwebte gestern ein großer Drache in der Spielansicht auf dem Bildschirm. Wer sich die Arena genauer anguckte, staunte: 2509 Wettkampfpunkte. Der dazugehörige Spieler „Bigafkmab“ auf Level 31. „Krass“, kommentiert ein Spieler den Screenshot der Ansicht in einer Facebook-Gruppe für Segeberger Pokémon-Go-Spieler. „Zum Glück meine Teamfarbe.“ – Es gibt Rot, Blau und Gelb. Der unbekannte Level-31-Spieler gehört zu den Roten. Team Wagemut.

Und er ist offenbar sehr aktiv in Bad Segeberg. Ein weiterer Spieler entdeckte einen zweiten „Superdrachen“ von ihm in der Arena am Noctalis. „Und am Südstadt-Brunnen ist er auch vertreten“, meldet ein dritter Gamer. „Der muss schon was drauf haben“, heißt es anerkennend. Doch es werden auch Zweifel geäußert, ob der Unbekannte legale Mittel verwendet. Mit viel Geld ist es möglich, schnell Punkte zu sammeln. Es ist aber auch kein Geheimnis, dass Hacker mit sogenannten „Cheats“ seltene Pokémons quasi von der Couch aus auf der ganzen Welt einfangen und mittels Computerprogrammen unzählige „Poke-Stops“ automatisch abräumen, um Pokebälle und Punkte zu sammeln. Das bewies jüngst ein Hacker, der so die bisher höchste Spielstufe-Stufe 40 erreicht hat – aus Neugier, wie es heißt.

 nam

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige