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Segeberg Jansen-Halle: CDU und SPD setzen sich gegen BBS durch
Lokales Segeberg Jansen-Halle: CDU und SPD setzen sich gegen BBS durch
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08:47 08.03.2018
Bad Segeberg

Die Halle geht an den MTV Segeberg, so die Empfehlung der Politiker. In dem mit Jugendlichen gut gefüllten Bürgersaal setzte sich letztlich die schnelle Lösung durch, die zudem wegen der zu erwartenden Fördermittel für die Stadt vergleichsweise billig kommt. Profitieren werden vor allem der MTV Segeberg und seine 1230 Mitglieder. Die Sanierung der Ex-Tennishalle mit marodem Dach und kaputter Außenfassade – aber mit stabiler Stahlkonstruktion – wird von der Stadt mit maximal 160000 Euro gesponsert. Der MTV hilft mit Eigenmitteln und darf dafür die städtische Halle 30 Jahre lang pachten.

Die Jugend ohne Vereinszugehörigkeit braucht Unterstützung: Ralf Schaffer (BBS). Quelle: Fotos: Glombik
Jugendfördernde Maßnahme für 160000 Euro: Magnus Wittern (SPD) ist für die MTV-Lösung.

„Besser wäre es, eine gute Lösung für die Jugend jetzt auf die Beine zu stellen.Ralf Schaffer (BBS)

Stadtvertreter

Die Wählergemeinschaft BBS machte sich im Ausschuss zum Anwalt der „vereinsungebundenen Jugend“, die sich zum Beispiel in der „Mühle“ trifft. BBS-Stadtvertreter Ralf Schaffer betonte, dass die Gosch/Jansen-Halle „die letzte Chance sei, in Bad Segeberg mittel- und langfristig etwas für die Jugend zu tun“, die eben nicht im Verein organisiert sei. Wenn die Mietverträge für das Jugendzentrum Mühle in wenigen Jahren endeten, „hat die Stadt die Pflicht, etwas für die Jugendlichen zur Verfügung zu stellen“. Diese Chance werde man sich verbauen, indem man die Halle für 30 Jahre an den MTV abgebe. Doch Jens Lichte (SPD) stellte klar, dass der Verein mächtig Vorarbeit dafür geleistet habe, wie ein Umbau zu finanzieren wäre. „Das Angebot des MTV, hier einzusteigen, ist eine gute Sache.“

Auch Parteifreund Uwe Rönnfeldt pflichtete bei: „Wir werden eine voll funktionsfähige Halle bekommen, die Vereine versuchen alle händeringend, Hallenzeiten zu bekommen.“ Der MTV sei zudem bereit, diese Halle auch Jugendlichen zur Verfügung zu stellen, die nicht Mitglied im Verein sind.

Doch Ralf Schaffer (BBS) erinnerte daran, dass die Stadt in den vergangenen Jahren „viele Gelegenheiten vertan“ habe, sich um die Jugend zu kümmern. Hier sei die letzte Möglichkeit, etwas zusammen mit den Jugendlichen zu planen. Er möchte die Arbeit der Vereine „nicht schlechtreden“, aber die in Bad Segeberg stark vertretene Jugend, die nicht im Verein organisiert sei, „braucht parteiübergreifend unsere Unterstützung“. Bei einem sonst bald zu bauenden Jugendzentrum „kommen immense Kosten auf die Stadt zu“. Von den Rängen gab es dafür Beifall.

Rönnfeldt rechnete dagegen vor, dass ein großer Teil der Vereinsmitglieder auch Jugendliche seien. Auch Magnus Wittern (SPD) pochte „auf eine schnelle Lösung“. Das sei doch eine „jugendfördernde Maßnahme für 160000 Euro“. Die Stadt könnte 400000 Euro für den Hallenbau allein nicht aufbringen. SPD und CDU setzten sich gegen die BBS-Stimmen durch. Die Fortsetzung der Debatte wird in der Stadtvertretung erwartet.

Wolfgang Glombik

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