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Segeberg Jessica snackt am besten op Platt
Lokales Segeberg Jessica snackt am besten op Platt
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15:40 04.03.2016
Jessica Urbschat aus Klein Rönnau belegte den ersten Platz in ihrer Altersklasse. Quelle: Domann

Plattdeutsch — vom Aussterben bedroht oder nur von Alten gesprochen? Dass das nicht so ist, beweist der Plattdeutsche Vorlesewettbewerb, der alle zwei Jahre vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHBB) in Kooperation mit den Sparkassen, der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und der Büchereizentrale des Landes veranstaltet wird. Nun bereits zum 37.

Mal.

Aus über 170 teilnehmenden Schulen wurden die Schulsieger ermittelt, diese treten nun in den sogenannten Landschaftsentscheiden an und lesen um die Wette. So auch in der Trappenkamper Bücherei, in der am Mittwoch sechs Schüler der Klassen drei und vier sowie vier Schüler der Klassen fünf bis sieben kurze, plattdeutsche Geschichten vorlasen.

Fließend wurden die Geschichten über Pipi, den großen Onkel Max, den Traum einer Pianistin-Karriere oder den Wunsch nach Amerika auszuwandern vorgetragen. Kleine Unterschiede gab es nur in der lebendigen Ausgestaltung der Texte, sodass es für die Jury keine leichte Entscheidung war, die Sieger zu ermitteln. „Wir haben lange diskutiert, sind uns aber ohne Prügelei einig geworden“, sagte Jury-Mitglied und Autor Matthias Stührwoldt.

In der Altersgruppe Klasse fünf bis sieben siegte Lasse Schmidt (Elmenhorst), vor Leonie Becker (Bad Schwartau) und Laura Hagen (Burg/Fehmarn). Bei den Dritt- und Viertklässlern gewann Jessica Urbschat (Klein Rönnau) vor Anabel Busack (Kisdorferwohld) und Luise Stredak (Kaltenkirchen). Lasse, Leonie und Jessica sind damit eine Runde weiter und nehmen am Regionalentscheid teil.

„Ich mag Plattdeutsch, es macht Spaß, außerdem möchte ich das Alte zurückholen“, sagte Jessica. Seit sie drei Jahre alt ist, singt sie bei „Jan un sien Rappelsnuten“ mit und lernt dadurch Plattdeutsch. So gut, dass sie für die Plattdeutsch-AG in ihrer Schule zu fortgeschritten ist. Und Mutter Jahne ergänzte, dass innerhalb der Familie an einem Tag in der Woche nur platt gesprochen werde. „Als Verwandte von meinem Mann aus Australien uns besucht haben, konnte sich Jessica über Platt mit ihnen verständigen, das war schön“, erzählt sie.

Von sd

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