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Segeberg Jetzt doch: Schackendorf setzt auf Highspeed-Internet
Lokales Segeberg Jetzt doch: Schackendorf setzt auf Highspeed-Internet
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18:29 06.07.2016

Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach: So handhabten es die Schackendorfer Gemeindevertreter vor vier Jahren, als sowohl der Wege-Zweckverband (WZV) als auch die heutige Deutsche Glasfaser und die Telekom um ihre Gunst buhlten. Weil es dem Gemeinderat aber mit europaweiter Ausschreibung und vielen Eventualitäten zu lange mit der Breitbandversorgung dauerte, entschied er sich für die Telekom. Das brachte zwar kein Highspeed-Internet, aber für die meisten war es schnell genug – und vor allem war es sofort da.

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Noch vor der Sommerpause tagten die Gemeindevertreter erneut, um einen neuen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen – Kita-Elternbeiträge steigen um zehn Euro.

Jetzt aber könnte Schackendorf doch noch die Taube abbekommen. Die Gemeinde hatte sich zwar erst in der letzten Sitzung dazu entschlossen, sich in das letzte Cluster des Wege-Zweckverbandes aufnehmen zu lassen und Fördermittel zu beantragen. Kurz nach dem Beschluss aber kam eine Anfrage der Deutschen Glasfaser, die mit ihren Kabeln von Fahrenkrug über Schackendorf nach Bad Segeberg will. Dabei könnten die geteerten Gehwege sogar noch kostengünstig gepflastert werden. Derzeit ermittelt das Amt dazu das nötige Investitionsvolumen.

In Zugzwang bringt die Gemeinde unterdessen ein Bauantrag für ein 1370 Quadratmeter großes Grundstück an der Hauptstraße 11. Drei Doppelhäuser mit 132 Quadratmetern Grundfläche sind auf dem kleinen Grundstück geplant. Das wird eng, die Mindestabstände zu den Nachbarn allerdings könnten gerade eingehalten werden. Auch die sechs geplanten Stellplätze sind nach Vorgaben der Landesbauordnung ausreichend, nach Meinung der Gemeinde aber nicht. „Das ist zu wenig, außerdem entspricht die enge Bebauung nicht dem dörflichen Charakter“, sagt Schackendorfs Bauausschussvorsitzender Walter Beckmann.

Seine Befürchtung: Weil die Gemeinde für das Gebiet keinen Bebauungsplan aufgestellt hat, könnte der Kreis Segeberg das Bauvorhaben genehmigen, denn es entspricht der Landesbauordnung. Abwenden könnte dies nur noch ein Bebauungsplan, der noch vor der Sommerpause in die Wege geleitet werden soll und aufschiebende Wirkung hätte.

Der Kultur- und der Finanzausschuss hatten sich bereits damit beschäftigt, und auch in der Gemeindevertretung gab es keinen Widerspruch, als Schackendorfs Vorsitzender des Finanzausschusses, Gernot vom Ende, die Erhöhung der Kindergartenbeiträge einbrachte. „Wir haben uns auf zehn Euro mehr ab dem neuen Kindergartenjahr geeinigt“, erläuterte der Finanzausschuss-Vorsitzende.

Dass es in Zukunft nicht mehr so geschehen darf, wie es geschehen ist, darüber waren sich die Gemeindevertreter auch bei den Mehrkosten für den Sportplatz einig. Weil die Sanierung kostengünstiger als geplant wurde, hatte der SV Schackendorf eigenmächtig noch den zweiten Platz in Auftrag gegeben. „Die Gemeinde ist kein Selbstbedienungsladen“, mahnte Angelika Aust an. „Sorry“, sagte der SV-Vorsitzende Thomas Marten Fokkema, „kommt nicht wieder vor.“

Petra Dreu

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