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Segeberg Jetzt ist seine Currywurst-Bude nicht mehr illegal
Lokales Segeberg Jetzt ist seine Currywurst-Bude nicht mehr illegal
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21:21 19.01.2017
Der Bad Segeberger Bauausschuss machte per Satzungsbeschluss den Weg frei für die Imbiss-Baugenehmigung bei Obi. Ralf Bachs Würste sind berühmt.
Bad Segeberg

„Rettet diesen Stand mit der weltbesten Currywurst!“ titelten die Lübecker Nachrichten am 23. September 2016. Jetzt ist es fast geschafft. Seit sieben Jahren steht ein Würstchenverkäufer mit seinen landesweit gerühmten Currywürsten auf dem Parkplatz vor Obi – ohne baurechtliche Genehmigung. Diese wurde vorgestern vom Bad Segeberger Bauausschuss über den Satzungsbeschluss einer entsprechen Bebauungsplanänderung erteilt. Einstimmig. Die Zustimmung durch die Stadtvertretung dürfte nur noch Formsache sein.

Ebenso reibungslos wurde der B-Plan-Änderung für den neuen Bahnhof genehmigt. Hier war einem aufmerksamen Kreismitarbeiter beim Warten auf den Zug der Nordbahn nicht entgangen, dass sich im Obergeschoss, wo Büro- oder Praxenflächen genehmigt waren, sich Leute zur Musik bewegten, also tanzten. So wurde auch hier eine aufwändige Änderung des Bebauungsplanes für die Tanzschule notwendig.

„Bulettenbude und Tanzschule das sind Selbstgänger“, schmunzelte Bauausschussvorsitzender Wolfgang Tödt. „Dann gehen wir eine Currywurst essen, die wir hinterher beim Bahnhof wieder abtanzen können“, stellte er in Aussicht.

Wie berichtet, dreht es sich bei dem nun kurz vor Genehmigung stehenden Bauwerk auf dem Obi-Parkplatz um einen Imbisswagen mit einem wettergeschützten Vordach. Der unscheinbare Wagen stand lange im Fokus der Baubehörden.

Es ging richtig um die Wurst bei dem Imbiss. Denn die Frittenbude hatte keine Baugenehmigung. Und eine Genehmigung konnte nicht erteilt werden, weil in dem für Obi maßgeschneiderten Bebauungsplan an dieser Stelle kein Imbiss, sondern nur Stellplätze für Autos vorgesehen waren.

Obi wollte nicht auf den Imbiss verzichten, die Sache landete schließlich vor Gericht. Der weise Richter genehmigte eine Gnadenfrist von drei Jahren. Nun ist alles gut für die Currywurst.

wgl

LN

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