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Segeberg Jörg Jará ließ die Puppen sprechen
Lokales Segeberg Jörg Jará ließ die Puppen sprechen
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20:25 23.01.2017
Treffen der „Meet and Greet“-Gewinner mit dem Künstler und mit „Professor Jensen“, Bruder des Nüsse lutschenden Puppengreises Erwin. FOTOS (5): HEIKE HILTROP
Wahlstedt

Ob eine rote Socke mit aufgeflanschten Kulleraugen, das sprechende Konterfei Sigmund Freuds, Vogel „Olga“ oder zwei knatschige alte Brüder: Es waren viele lustige Charaktere, mit denen Bauchredner Jörg Jará das Publikum am Wochenende unterhielt. „Ich bin viele“ lautet der Name seiner Puppen-Comedy, mit der er im ausverkauften Kleinen Theater gastierte.

Bauchredner gewährte LN-Lesern im Kleinen Theater exklusive Einblicke in seine Kunst.

Vorab nahm sich der Künstler Zeit für die sechs Gewinner des „LN-Meet and Greet“.

Die Jüngste von ihnen, die siebenjährige Ida, die mit ihrer Oma Birgit Behrens aus Wahlstedt dabei war, hatte sich bestens über den Internet-Videokanal YouTube vorbereitet: „Ich habe mir Professor Jensen und andere Figuren angesehen, das war schon lustig.“ Ganz gespannt war das Mädchen darauf, vom Künstler zu erfahren, wie Bauchreden funktioniert. Um so überraschter war Ida, zu hören, dass er gar nicht „aus dem Bauch heraus“ spricht, sondern der Bauch nur für den nötigen Luftdruck sorgt, man aber ganz normal spricht, dabei jedoch „die Lippen locker lässt“, damit sie sich nicht bewegen.

Ein hartes Training, wie Jörg Jará einräumte. Mit dem habe er schon als Junge angefangen, seinen Schuldirektor mit diesem Können an der Nase herumgeführt.

Großes Gelächter bei Maren und Bruno Böttcher sowie Heinz und Gertrud Lange, den vier weiteren Gewinnern, gab es, als Jörg Jará Professor Dr. Karl–Friedrich Jensen zum Interview bat. Der knorrige Alte, eine Puppe aus der Werkstatt von Norman Schneider bei Bielefeld, ist einer von vielen Charakteren, die in der Show ihren großen Auftritt hatten. Gleich neben seinem ungeliebten Bruder Erwin Jensen. Ein 81-jähriger, Nüsschen lutschender Puppengreis mit vier Kindern, drei Enkeln und einem Urenkelkind. Jará in der Show: „Junge oder Mädchen?“. Jensen: „Das soll es später mal selbst entscheiden.“

Ein bisschen Psychoanalyse, etwas Zauberei, innere Stimmen, die auch gerne mal durcheinander reden und skurrile Gestalt annehmen, sowie eine gehörige Portion Witz – das sind die Zutaten für das gelungene Menü. Das erste explizit für die Theater-Bühne konzipierte Programm, wie der Volkswirt, Psychologe und Transaktionsanalytiker aus Achterwehr erzählte. Zuvor habe es vorwiegend kürzere Auftritte gegeben, vor allem solche, die auf besondere Veranstaltungen zugeschnitten waren. Seinen ersten Auftritt hatte Jará, der mit richtigem Namen Hans Jörg Pütz heißt, Mitte der 80er Jahre im legendären Hansa-Theater in Hamburg, Deutschlands ältestem Varieté. Auch das eine interessante Info über die Vorstellung hinaus. Davon gab es etliche beim Rundgang durch das Kleine Theater, den Wilfried Jendis, Vorsitzender des Kulturrings, mit den LN-Gewinnern vor der Show unternahm. Wissenswertes zur Organisation des ehrenamtlich geführten Hauses, über den Orchestergraben, den eiserne Vorhang und den enormen Aufwand, der hinter den Kulissen getrieben wird, um das Haus am Laufen zu halten, erfuhr die kleine Gruppe.

„Es ist faszinierend, was die hier auf die Beine stellen“, resümierte Maren Böttcher, mit ihrem Mann seit über 30 Jahren erklärter Fan der Haus-Theatergruppe Filou. „Die Führung durch das Theater mit allen Informationen und das Treffen mit dem sympathischen Jörg Jará werden uns unvergessen bleiben.“ Birgit Behrens und Enkelin Ida waren ebenso angetan wie Gertrud und Heinz Lange: „Ein toller Abend, das gesamte Paket.“

Heike Hiltrop

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