Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Jörg Nero kandidiert als Chef der Kreiswehr
Lokales Segeberg Jörg Nero kandidiert als Chef der Kreiswehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:18 10.01.2018
Der stellvertretende Kreiswehrführer Michael Dahlke, der gerade zurückgetretene Holger Gebauer und der neue Kandidat Jörg Nero (v.l.). Quelle: hfr
Anzeige
Bad Segeberg

„Die Entscheidung ist getroffen“, sagt Hauptbrandmeister Jörg Nero einen Tag nach dem Rücktritt des Kreiswehrführers im LN-Gespräch. „Ich werde kandidieren.“ Eine Nacht Schlaf und das Gespräch mit der Familie hätten bei der Entscheidung geholfen. Ob am 13. April bei der Kreisfeuerwehrverbandsversammlung in Ellerau weitere Kandidaten zur Wahl stehen, wird sich wohl erst in den kommenden Wochen herauskristallisieren.

Von Michael Dahlke, ebenfalls stellvertretender Kreiswehrführer, ist keine Konkurrenz zu erwarten. Der 61-Jährige hat das Amt für sich bereits ausgeschlossen. Von Gesetzes wegen dürfe er sowieso nur noch sechs Jahre in dieser Funktion tätig sein. Doch nachdem vor zwei Jahren schon Kreiswehrführer Ralf Gloyer und nun Gebauer zurückgetreten sind, plädiert Dahlke für einen Kandidaten, der Kontinuität in die Verbandsspitze bringen kann, „der die Chance hat, noch eine weitere Amtsperiode zu machen“. – Damit in sechs Jahren nicht schon wieder ein Neuer gewählt werden muss. Vom Alter her wäre der 50-jährige Jörg Nero dafür auf jeden Fall geeignet. Aber auch fachlich, betont Dahlke. Nero ist seit über 30 Jahren in der Feuerwehr, hat 19 Jahre lang die Groß Kummerfelder Wehr geleitet, ist seit elf Jahren Amtswehrführer im Amt Boostedt-Rickling und seit zweieinhalb Jahren stellvertretender Kreiswehrführer.

Vom Rücktritt Gebauers zeigten sich beide, Dahlke und Nero, überrascht. Obwohl die Belastung durch das Ehrenamt des Öfteren Thema gewesen sei in Gesprächen im Vorstand. „Vielleicht hätte man da zwischen den Zeilen lesen können“, sagt Dahlke. Gebauer hatte seinen Rücktritt unter anderem mit einer Diskrepanz zwischen seinem Anspruch an die Ausübung des Ehrenamts einerseits und die Belastungen dadurch für Familie und Beruf begründet.

Die Belastung des Ehrenamts wird wohl auch ein Thema des zukünftigen Kreiswehrführers sein – ob der nun Jörg Nero heißt oder anders. Die Strukturen müssten überprüft werden, wie Aufgaben verteilt werden, was wirklich vom Ehrenamt geleistet werden muss, sieht Nero Handlungsbedarf für die Zukunft.

Von Nadine Materne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige