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Segeberg Jugend im Kreistag: „Antrag angenommen“
Lokales Segeberg Jugend im Kreistag: „Antrag angenommen“
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20:34 05.11.2013

Der Ansatz der Arbeitsgruppe I war eigentlich gut, der Kreistag sollte beschließen, die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum zu sichern. Doch nach einer langen Diskussion unter den Schülern des Planspiels „Jugend im Kreistag“ fiel der Antrag durch. Der Weg zum Beschluss kann dornig sein, auch das sollten die Schüler lernen, so Kreispräsident Winfried Zylka, der sich bei der Moderation zurückhielt.

Und so führten die Diskussionen teilweise weit weg vom eigentlichen Thema oder verloren sich in Details. Ein Fahrdienst zu Arztpraxen? Wie soll das gehen? Eine Förderung für Landärzte? Wer soll das bezahlen? Wäre es nicht besser, erst einmal in jedem Dorf eine Apotheke anzusiedeln? Wild gingen die Argumente zu den Vorschlägen der Gruppe, die das Thema am Vortag bearbeitet hatte durcheinander. Das Schüler-Präsidium, Tobias Lantz, Anton Jeschke und Valerie Hellmann, musste öfter zur Glocke greifen und um Ruhe im Saal bitten. Am Ende traten zu viele Zweifel in der Diskussion auf. Der Antrag war nicht konkret genug.

„Sie müssen ihre Fehler machen, da kann man nicht immer gleich reingrätschen“, so Zylka: Knapp 60 Schüler aus zehn Schulen aus dem ganzen Kreisgebiet machten mit bei dem Projekt. Sehr ernsthaft sei die Arbeit in den Gruppen gewesen, die sich mit ganz verschiedenen Themen beschäftigte: intelligenter ÖPNV, Berufsatlas und Bildungsmesse, Schulsozialarbeiter, Schuldenvermeidung als Unterrichtsfach, Zusammenleben von Jung und Alt, Einbindung behinderter Jugendliche. Am Ende stimmte der Jugend-Kreistag über mehr als ein Dutzend Anträge ab — in sehr unterschiedlicher Qualität, wie Zylka zugab. Waren sie an der einen Stelle nicht konkret genug, waren sie an anderer zu umfangreich. Um formschöne Anträge ging es letztlich aber nicht. Die Schüler sollten den Weg von der Idee zum Antrag kennenlernen. Und Zylka entdeckte gute Ideen: etwa die Bildungsmesse oder den Ausbildungsatlas. „Das sind Themen, die lokal verwirklicht werden können“, so Zylka. Und damit sie nicht in Vergessenheit geraten, waren Vertreter der neuen Jugendkommission anwesend. „Wir nehmen eure Ideen mit“, versprach Svenja Polonji aus dem Gremium, das in allen Kreisausschüssen Rederecht hat.

Nadine Materne

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