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Segeberg Jugendliche auf den Spuren des Tierfilmers Heinz Sielmann
Lokales Segeberg Jugendliche auf den Spuren des Tierfilmers Heinz Sielmann
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21:26 03.08.2017
Lena Greiner aus Bad Segeberg ist zum zweiten Mal beim Eekholter Filmcamp dabei. Ihre Gruppe beschäftigt sich mit marderartigen Tieren. Lena sichtet das Rohmaterial. Quelle: Fotos: Silvie Domann

Die fertigen Kurzfilme werden beim elften internationalen Naturfilmfestival Green Screen in Eckernförde in der Kategorie Jugendfilmpreis gezeigt. „Wir wollen die Eigeninitiative der Jugendlichen fördern“, sagt Hoese. So erklärt Ute Kröger, Leiterin der Wildparkschule, was möglich ist und was nicht. Der Sprung des Fuchses auf eine Maus gehe aus tierschutzrechtlichen Gründen zum Beispiel nicht. Die beiden Medienpädagogen Bernadett Skala und Daniel Wehrend sind für die technische Seite verantwortlich und zeigen den 13- bis 18-Jährigen, wie gefilmt und geschnitten wird. „Wichtig ist, nicht zu viel zu filmen. Denn die Muster müssen alle am Computer angeschaut werden.

Naturfilmcamp für junge Schleswig-Holsteiner im Wildpark Eekholt.

Das ist arbeitsintensiv, häufig wird nicht alles angeguckt, so dass ein Knüller verloren gehen kann“, erzählt Hoese.

Nach Themen-, Team- und Technikfindung sind die Jugendlichen aus Schleswig-Holstein dabei, Tiere des Wildparks zu filmen. Eine Gruppe befasst sich mit den marderartigen Tieren. Die Mädchen arbeiten die Unterschiede heraus, aber auch warum Fischotter, Stein- und Baummarder, Dachs sowie Frettchen zur Familie der Marder gehören. „Unter anderem liegt das am Körperbau und daran, dass sie Allesfresser sind“ erläutert Lena Greiner aus Bad Segeberg. Die 15-Jährige ist zum zweiten Mal dabei und schneidet gerade die vielen Muster.

Eine Hütte weiter brechen gerade die „Bleßwild-Boys“ auf, sie benötigen noch einige Filmaufnahmen. Keno Jargstorf (13, Henstedt-Ulzburg), Sebastian Kutterolf (17, Laboe) und Michel Lorenzen (16, Eckernförde) kümmern sich um das fast ausgestorbene Bleßwild, eine Farbvariation der Rothirsche mit weißer Blesse und meist weißen Läufen. Es geht um die Arterhaltung und wie der Wildpark versucht, die Farbvariante zu vermehren.

Gruppe drei hat sich des Themas „Falkner für einen Tag“ angenommen. Eine Aktion, die die Falknerei besonders interessierten Besuchern anbietet. „Wir müssen unseren Titel umbenennen, wir haben zwei Falknerinnen begleitet“, sagt Kaja Kratzenstein (14) aus Gettorf. Die eine Dame habe den Wunsch, einen großen Vogel in der Hand zu halten, bereits in der Grundschule gehabt. Nun habe die Tochter der Mutter dieses Erlebnis geschenkt. Da Kaja die Aufgabe der Redakteurin bekommen hat, muss sie sie viel fragen, aufschreiben und alles zu einem Text zusammenfassen. Ihr Kollege Joschua Quotschalla (14) aus Kiel filmt derweil eine Flugvorführung und lässt sich ein paar Tipps von Profi Hoese geben.

 Silvie Domann

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