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Segeberg Julia Ahmed ist neue Pastorin in Segeberg
Lokales Segeberg Julia Ahmed ist neue Pastorin in Segeberg
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13:10 08.02.2019
Pastorin Julia Ahmed in der Segeberger Marienkirche. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Sie lacht gerne, sie ist sehr umgänglich und offen. Sie werde gut in das Team der Marienkirche passen: Dieser Ruf eilt ihr schon nach wenigen Tagen voraus. So hört man es auch von kirchlichen Insidern zugeflüstert, wenn man nur in den Kirchenbänken der Marienkirche auf das Date mit Segebergs neuer Pastorin Julia Ahmed wartet. Am Sonntag, 10. Februar, wird sie um 10 Uhr im Gottesdienst offiziell vorgestellt und begrüßt. Die eigentliche Ordination mit Bischof findet am Sonntag, 24. Februar, in der Marienkirche statt.

Erst Krankenschwester geworden

Pastorin Julia Ahmed wird noch das kleine Anhängsel „PiP“ haben. Das Kürzel steht für „Pastorin im Probedienst“. Bad Segeberg ist die erste Station der 34-jährigen Seelsorgerin. Viel herum gekommen sei sie ja nicht, schränkt sie lachend ein. Julia Ahmed ist in Grabau groß geworden, das zum Kirchspiel Sülfeld gehört. Bodenständigkeit ist ihr Markenzeichen. „Ich bin nur nach Kiel und Hamburg zum Studieren gekommen.“ In Bad Oldesloe habe sie eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert und sei erst danach Theologin geworden. Sie kommt aus einem elterlichen Medizinerhaushalt. Da lag es nahe, erst in diese Spur zu gehen. „Doch das Gesundheitssystem verträgt sich nicht mit meiner Vorstellung von Krankenpflege.“

Sie wechselte auf die Uni Kiel. Während ihres Theologiestudiums arbeitete sie weiter in der Klinik, finanzierte so ihr Studium. Ihr Vikariat machte sie in Hamburg. Heute sei sie noch ehrenamtlich in einem Hospiz tätig. Die verheiratete Mutter eines sechsjährigen Sohns möchte nun mit ihrer Familie in Bad Segeberg wohnen. Sie habe sich bewusst für eine halbe Pastorenstelle entschieden, um für ihren Sohn Zeit zu haben. „Er braucht mich noch.“

„Das Leben ist manchmal auch ein Kampf“

Doch wie organisiert man angesichts der Fülle an Aufgaben eine halbe Stelle? „50 Prozent von unendlich ist ja auch unendlich“, schmunzelt sie. In ihrer Predigt am Sonntag werde sie auf eine Bibelstelle hinweisen, die zeige dass „das Leben manchmal auch ein Kampf ist“. Sie empfinde ihre Kirchengemeinde, zu der auch die Dörfer Blunk, Negernbötel und Hamdorf gehören, als „sehr lebendig“. Julia Ahmed werde erst einmal eine Konfirmandengruppe übernehmen, überall mal „reinriechen“, Menschen kennenlernen. „Wenn man zugewandt ist, freuen sich die Menschen, und man bekommt selbst sehr viel zurück“, ist ihre Erfahrung.  

Wolfgang Glombik

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