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Segeberg Junge Baufachleute: Kurzer Draht zwischen Kopf und Hand
Lokales Segeberg Junge Baufachleute: Kurzer Draht zwischen Kopf und Hand
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20:31 02.08.2016
Die Jung-Baufacharbeiter mit Vertretern von Innung, Prüfkommission und Schule. Quelle: Fotos: Domann

Die Freisprechung ist der Höhepunkt einer jeden Ausbildung. „Sie können stolz wie Oskar sein“, betonte Jörg Specht, Obermeister der Baugewerbe-Innung während der Freisprechung.

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Die Jung-Baufacharbeiter mit Vertretern von Innung, Prüfkommission und Schule.

In seiner Rede ging er kurz auf die geleistete Arbeit ein und ermutigte die jungen Leute dazu, sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Weiterbildung sei wichtig, eine bestandene Prüfung bedeute nicht, dass das Erreichte Bestand habe. Die Entwicklung im Baugewerbe sei rasant und interessant. Wichtigstes Werkzeug dabei sei der Kopf. „Denn Handwerk ist Kopfsache“, betonte Specht. Er kritisierte, dass viele Menschen das nicht wüssten und deshalb die Arbeitswelt in Kopf- und Handwerker einteilten und die Arbeit unterschiedlich bewerteten. Dabei sei Handwerk schon immer Kopfsache gewesen. „Der Handwerker hat einen kurzen Draht zwischen Kopf und Hand“, sagte Specht. Es sei zwar wichtig, den Kopf zu pflegen und hübsch zu machen, doch dürfe man die Nahrung für ihn nicht vergessen. „Den Horizont erweitern und eigenständig denken“, gab er den jungen Baufachkräften mit auf den Weg.

Traditionell gehört ein Festredner zur Freisprechung. Die Ehre hatte dieses Mal Matthias Stührwoldt, Bauer und Autor. Er ließ die jungen Leute aufstehen und ihnen einen „fetten Applaus“ zukommen.

„Ihr habt geile Klamotten an, ich beneide euch“, so Stührwoldt. Nicht um die Dixie-Klos auf den Baustellen, sondern darum, dass sie jeden Abend sehen könnten, was sie geschafft hätten. Das sei als Bauer im Winter nicht möglich. Ebenso gehörte der Zimmermanns-Klatsch mit zur Freisprechungsfeier.

41 Auszubildende aus dem Baugewerbe waren zur Prüfung angetreten, bestanden haben 37. Darunter eine Frau, Sarah Ottjes. Die 24-Jährige hatte in Göttingen die zweijährige Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter absolviert. Nach einem Umzug nach Kisdorf hat sie ein Jahr drangehängt und ist nun Maurerin. „Ich habe so viele Praktika gemacht, der Bau war das Richtige, ich mag körperliche Arbeit.“

Glückwunsch! Sie bekamen ihren Gesellenbrief

Folgende Maurergesellen wurden freigesprochen: Marcel Diercks (Sven Lohse, Schmalfeld), Morris Golin (Birger Bach, Schackendorf), Kurt Krebs, Kevin Kröger (beide santen, Tensfeld), Morten Lüders (H + R, Kaltenkirchen), Melf Lützen (Ernst & Thomas Puls, Stuvenborn), Josua Omnitz (Klaus-Peter Müller, Heidmühlen), Sarah Ottjes (Peter Gärtner, Kisdorf), Sascha Peters (Lienau & Harder, Wakendorf)und Lennard Schwarz (Gebrüder Böttcher, Oersdorf).

Ihren Abschluss als Ausbaufacharbeiter Zimmererarbeiten erhielten Christian Becker (Hans-Heinrich Hamdorf, Bad Segeberg), René Hartung (Knuth GmbH &

Co. KG, Weede) und Jonas Knees (Meineke Holzbau, Bad Segeberg). Jan Lüthje (Hans-Heinrich Hamdorf, Bad Segeberg) und Lysander-Aurel Tödter (Thore Lingstädt, Hasenmoor) fehlten.

Den Gesellenbrief als Zimmerer erhielten: Malte Gerecke, Sebastian Jahnke, Phillip-Dominik Nieter (alle Holzbau Pagels, Bad Segeberg), Matthias Gosch (Volke & David, Seth), Lars Hahn, Thilo Schwettscher (beide Meineke Holzbau, Bad Segeberg), Tobias Halla (Christian Witt GmbH, Pronstorf), Björn Hartmann (Marcel Wilms, Wensin), Jannik Heymann (Thore Lingstädt, Hasenmoor), Christian Kröger, Matz Westensee (beide Hans-Heinrich Hamdorf, Bad Segeberg), Dominik Lemsky (Bauwerft Großenaspe), Bjarne Möller (Christian Tesdorff, Nützen), Timo Ochota (Kai Ochota, Stuvenborn), Leve Schladenhaufen (Volker Hertel, Bebensee), Andreas Schümann, Torben Sick (Offen & Harder, Wiemersdorf), Florian Siems (Hippe, Schmalensee), Michel Wolfhardt Sietz (Sebastian Humfeldt, Bimöhlen), Lukas Sorgenfrei, Jarnico Stapelfeldt (beide Knuth GmbH & Co. KG, Weede) und Danny Sünkel (Schilling & Hinrichs GmbH, Schmalfeld).

Die Innungsbesten sind Morten Lüders bei den Maurern sowie Lukas Sorgenfrei (mit Auszeichnung), Matthias Gosch und Sebastian Jahnke bei den Zimmermännern. sd

Silvie Domann

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