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Segeberg Junge Jury mit einer Passion: Lesen für den Lieblingsautor
Lokales Segeberg Junge Jury mit einer Passion: Lesen für den Lieblingsautor
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22:25 02.11.2013
Die Jugendlichen gehören mit zur Jury und haben alle zwölf Bücher in sechs Monaten gelesen und bewertet. Soviel Einsatz wurde mit einem Büchergutschein, einer Schreibfeder und einer Blume belohnt. Quelle: Fotos: Domann

Sieben junge Leute finden sich in einem Labyrinth in einer fremden Welt wieder. Erinnerungen an ihr Vorleben haben sie keine, nur ihre Namen wissen sie noch. Eine Aufgabe ist zu erfüllen: lebend aus dem Labyrinth zu entkommen. Drei Tage haben sie dazu Zeit, doch Späher sind hinter ihnen her und es gibt nur sechs Tore für sieben Leute, einer ist zu viel. Das ist die Kurzfassung des Jugendthrillers „Das Labyrinth erwacht“ von Rainer Wekwerth. Das Buch hat der Jury aus 60 Segeberger Kindern und Jugendlichen so gut gefallen, dass sie den Autor zum Preisträger des Jugendbuchpreises „Segeberger Feder“ gewählt haben. Gestern Mittag fand die Preisverleihung in der Bad Segeberger Bücherei statt. Jugendliche stellten in einem „Bookslam“ die fünft Bestplatzierten vor. Selbstgedrehtes Video, schauspielerische Elemente oder eine Schülerumfrage hatten sich die Gymnasiasten einfallen lassen, um die Buchinhalte darzustellen. Außerdem hielten Bürgermeister Dieter Schönfeld, Büchereileiterin Friederike Sablowski und Kai Gräper von der Sparkasse Südholstein Reden. „Das Lesen mag in der Gesamtheit weniger geworden sein, doch stärkt es die Konzentration und schadet der Bildung nicht“, sagte Schönfeld . Auf die Geschichte der Bücherei und ihre Bedeutung ging Büchereileiterin Friederike Sablowski ein. 1951 wurde die Bücherei im ersten Stock des Spielwarenladens Victor Boehm gegründet. Eine Heizung gab es nicht, aber einen Bollerofen. Fortschrittlich war dagegen bereits die Ausleihe. Die Leser konnten eines der 1000 Bücher selber aus dem Regal ziehen.

Die Segeberger Feder werde mit viel Herzblut und Leidenschaft betrieben, betonte Gräper. Die Sparkasse fungiere als Pate der Feder und unterstütze die Veranstaltung mit 2000 Euro. „So wird der Lesevirus weiterverbreitet, außerdem können die Leser ihren Lieblingsautor live erleben“, sagte Gräper. Und das konnten die Zwölf- bis 18-Jährigen. Der 54-jährige Autor, der in Filderstadt bei Stuttgart lebt, las ein Stück aus dem ersten Kapitel vor und beantwortete Fragen der Jugendlichen. Wie er auf die Idee des Buches gekommen sei. Mit „Jeb“ und einem Aufwachen in einer fremden Welt habe die Geschichte begonnen. Schnell entstanden die Gefährten, deren Charaktere und die Handlung dazu. Was Wekwerth einem Jugendlichen rate, der selbst schreiben möchte. „Man muss für ein Thema brennen, Mut zu großen Gefühlen haben, immer an sich selber glauben und viel lesen und schreiben“, sagte der Jugendbuchautor.

Die Auszeichnung habe eine große Bedeutung für ihn, zeige sie doch, dass das, was er schreibe, Bedeutung habe. Als seine Mutter von dem Preis erfuhr, habe sie gesagt, dass aus ihm doch noch etwas werde. Und das nach 19 Büchern.

„Man muss für ein Thema brennen und Mut zu großen Gefühlen haben.“
Rainer Wekwerth,

Preisträger

Silvie Domann

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