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Segeberg Junge rettet Familie vor Feuer
Lokales Segeberg Junge rettet Familie vor Feuer
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17:20 23.01.2016
Mit 91 Einsatzkräften und neun Feuerwehrfahrzeugen hat die Feuerwehr am Sonnabend ein Einfamilienhaus in der Straße am Huben in Glasau davor bewahrt, komplett den Flammen zum Opfer zu fallen.  Quelle: Petra Dreu
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Glasau

Aufregung zur Mittagsstunde: Mit 91 Einsatzkräften und neun Feuerwehrfahrzeugen hat die Feuerwehr am Sonnabend ein Einfamilienhaus in der Straße am Huben in Glasau davor bewahrt, komplett den Flammen zum Opfer zu fallen. Ausgelöst worden war das Feuer durch einen Schornsteinbrand, der sich auf den gesamten Dachstuhl ausweitete, der nicht mehr zu retten war.

Die Bewohner selbst, eine junge Familie mit vier Kindern und Hund, hatten nicht bemerkt, was sich über ihren Köpfen tat und verdanken letztlich einem Jungen aus dem Haus gegenüber, das niemand körperlich zu Schaden kam. Der Junge hatte beim Blick aus dem Fenster gesehen, dass der Schornstein des Einfamilienhauses brannte. Schnell informierte er seine Mutter, die wiederum die Feuerwehr und schließlich die Familie selbst alarmierte.

Um 11.51 Uhr löste die Einsatzleitstelle Alarm für die Feuerwehren Glasau und Berlin aus, die schnell vor Ort waren. „Als wir ankamen, schlugen bereits Flammen aus dem Dachstuhl“, sagte Einsatzleiter Jörg Schapeter, der seine Atemschutzgeräteträger zu einem Innenangriff gegen die Flammen ins Haus schickte. Zur Verstärkung wurden der Einsatzleitwagen des Amtes Trave-Land und die Feuerwehr Seedorf nachalarmiert.

„Weil sich das Feuer bereits in die Zwischendecke gefressen hatte, forderten wir auch die Feuerwehren Gießelrade und Liensfeld aus Ostholstein an. Wir brauchten dringen weitere Atemschutzgeräteträger“, so Schapeter. Auch die Feuerwehren Wensin und Travenhorst wurden nachalarmiert.

Um an die Brandnester zu kommen, mussten die Atemschutzgeräteträger die Deckenplatten im Obergeschoss entfernen, das dadurch arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Feuer selbst konnten die Feuerwehren relativ schnell löschen, sie waren aber noch mehrere Stunden mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Fassungslos verfolgte das junge Paar, das das Einfamilienhaus erst vor eineinhalb Jahren bezogen hatte, vom gegenüberliegenden Grundstück aus die Löscharbeiten. „Wir haben gerade erst alles neu gemacht. Sogar ein neues Dach hat das Haus bekommen“, sagte der Hauseigentümer. Dankbar sind er und seine Familie für die Unterstützung durch die Nachbarn, die sich sofort um die vier Kinder gekümmert hätten. Von seiten der Feuerwehr wurde ihnen sogar eine Ferienwohnung als Unterkunft angeboten. Die Höhe des Schadens stand zunächst noch nicht fest. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung zur Brandursache aufgenommen.

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