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Segeberg „Juz“: SPD fordert Vertretungsregelung
Lokales Segeberg „Juz“: SPD fordert Vertretungsregelung
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20:16 13.04.2017

Nach dessen öffentlicher Schelte an der Jugendarbeit der Stadt hat sich Bad Segebergs SPD noch einmal vehement von den Äußerungen von Thomas Minnerop im Sozialnetzwerk Facebook distanziert. Der Projektleiter für die „Jugendgerechte Kommune“ hatte die Entscheidung der Stadtverwaltung, das Jugendzentrum „Juz“ in der Mühle krankheits- und urlaubsbedingt zu schließen. massiv kritisiert – und war damit praktisch seinem eigenen Arbeitgeber in den Rücken gefallen (die LN berichteten).

SPD-Fraktionschef Joachim Wilken-Kebeck: „Solch eine Situation darf sich nicht wiederholen.“ Quelle: Foto: Glombik

Der SPD-Stadtvertreter Jens Lichte, Vorsitzender des Ausschuss für Soziales, Schule und Kultur, betonte gegenüber den LN zwar ausdrücklich seine Wertschätzung für Minnerop und die exzellente Jugendarbeit, die er und andere in der Vergangenheit geleistet hätten und noch immer leisteten. „Zugleich ist aber nicht zu verstehen, warum Herr Minnerop diese Arbeit durch seine Äußerungen so niedergemacht hat“, sagte Lichte.

Zur Erinnerung: Minnerop hatte die einwöchige Schließung ein „Trauerspiel“ genannt. „Die Stadt und die Stadtpolitik beauftragt mich, ein Projekt durchzuführen, welches sich ,Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft‘ nennt, und kriegt es nicht hin, trotz Bitten und Mahnungen meinerseits gegenüber Politik und Verwaltung, genügend Personal zu stellen, um eine verlässliche Jugendarbeit zu gewährleisten.“

Lichte weist das zurück. Es sei eine klare Forderung des Landes, Personal einzusparen. Hätte man sich seinerzeit nicht darauf verständigt, das Juz mit nur einer Planstelle auszustatten, wäre es überhaupt nicht realisiert worden.

Gegenwärtig kümmere sich eine hauptamtliche Betreuerin um täglich 40 bis 60 Jugendliche. Fällt die krankheits- oder urlaubsbedingt aus, springt Thomas Minnerop selbst ein. In der betreffenden Woche habe das aber nicht funktioniert, da keiner von beiden verfügbar war.

Trotz Minnerops scharfer Kritik billigt auch SPD-Fraktionschef Joachim Wilken-Kebeck zu, dass sich so eine Situation nicht wiederholen dürfe. „Wir müssen dafür eine Lösung finden“, fordert Wilken-Kebeck. Klar sei aber, dass es dafür nicht mehr Personal als das bereits vorhandene geben dürfe, stellt er klar. „Es bedarf aber einer verbindlichen Regelung, dass eine Vertretung eingesetzt werden kann“, so der Fraktionschef. Denkbar sei zum Beispiel, dass Schulsozialarbeiter bei Bedarf einspringen könnten. Oliver Vogt

LN

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